KRITIK

Schuh des Manitu, Der

Schuh des Manitu, Der Totgesagte leben bekanntlich länger. Und der deutsche Film, speziell das Comedy-Genre war nach einigen niveaulosen (Ballermann-)Ausflügen mause-tot. Es lebe also das neue Comedy-Genre. Michael „Bully“ Herbig sei Dank! Nach Herbigs unerwartet erfolgreicher „Erkan und Stefan“- Odyssee hat sich das Allround-Talent seiner Winnetou-Sketche aus der eigenen Bullyparade (Pro7) angenommen und daraus einen abendfüllenden Spielfilm gebastelt. Und der dürfte wirklich allen Vorstellungen entsprechen: Die beiden Hauptfiguren zanken sich bei jeder Gelegenheit, man trifft auf eine Menge kurioser Gestalten und natürlich gibt es – wie in jedem anständigen Western üblich – Tanz- und Gesangseinlagen(!). Sind manche Späße auch knapp am Brüller vorbei, die Zubereitung entschädigt für (fast) alles. Auf die richtige Mischung kommt es an und für die ist allemal gesorgt. Auch das Timing sitzt perfekt. Dazu muss man kein Anhänger des schrägen Humors a lá Bully Herbig sein. Atmosphäre, Filmmusik und gute schauspielerische Leistungen, allen voran Sky Dumont als fieser Banditenchef mit einem Faible für Tanzmusik, formen das Gesamtbild zu einer runden Unterhaltung für die ganze Familie. Ein besonderes Schmankerl wird uns noch ganz zum Schluss verabreicht. Die misslungenen Szenen, sogenannte Outtakes (vor allem bekannt durch diverse Jackie Chan-Filme), vervollkommnen das Ereignis. Ein Muss für alle Fans der Bullyparade also und vor allem ein Tipp für Freunde der leichten Unterhaltung! Christian Gertz



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INHALT

Wilder Westen, 18. Jahrhundert. Als Apachenhäuptling Abahachi vor seiner neuen Immobilie steht, ist die Vorfreude groß. Endlich verfügt er mit seinem Stamm über ein eigenes Stamm-Lokal. Doch die Freude währt nur kurz.... Durch einen dummen Zufall stellt er mit seinem Blutsbruder Ranger kurz vor der Übergabe fest, dass sie vom Geschäftsmann Santa Maria hinterlistig hereingelegt wurden. Nun stecken die beiden Freunde in großen Schwierigkeiten. Nicht nur dass der Kredit, die Goldstücke der Schoschonen, samt Banditen über alle Berge sind: Nun werden sie auch noch als Mörder des Goldboten, Sohn des Häuptlings der Schoschonen, gejagt. Abahachi bleibt nur eine Wahl: Er muss den Schatz auftreiben, dem ihm sein Großvater vor vielen Jahren hinterlassen hat. Und das ist gar nicht so einfach: Hätte er nur damals nicht die Schatzkarte in vier Teile geteilt. Diese sind jetzt im Besitz alter Freunde, zu denen er den Kontakt in den letzten Jahren nicht gerade gepflegt hat. Als wäre alles nicht schon schlimm genug, werden sie auf ihrer langen Suche sowohl von den kriegsbereiten Schoschonen, als auch von den neugierigen Banditen verfolgt....
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Eure Kritiken zu Schuh des Manitu, Der

  1. Eliza

    Nun ja…… man muss schon ein großer Bully-Fan sein, um wirklich lachen zu können. Dieser Film ist wie eine 90minütige Folge Bully-Parade – genauso schwachsinnig.

  2. Jini

    Enttäuschend…bin totaler Fan der Bully-Parade, aber mit dem Film konnte ich nicht wirklich was anfangen.

  3. Colonia

    Nettes Fastfood-KinoDie Optik der ollen Karl-May-Filme aus den 60-er Jahren wurde sehr gut nachempfunden. Die Kamera nahm sich Zeit, in schönen Bildern und Landschaften zu schwelgen. Auch die Musik hatte gewollte Ähnlichkeiten mit den romantischen Klangwelten Martin Böttchers. Die wirklich positive Überraschung des Films war aber Sky Dumont als Oberschurke. Herrlich anzusehen. Dazu gesellten sich anderthalb Gags, über die ich herzhaft lachen konnte, einige mehr oder weniger gelungene Filmzitate von Leone-Western bis „Indiana Jones“ und nett-verrückte Musical-Einlagen. Auf die Filmlänge gesehen war das ein bisschen wenig. Fazit: Nicht schlecht, aber längst kein Brüller. Eher geeignet, die Originale mit Brice und Barker endgültig in den Kulthimmel zu befördern.

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