KRITIK

Schock Labyrinth 3D

Schock Labyrinth 3D Vor fünf Jahren mochten japanische Gruselfilme mit blassen, langhaarigen Geistermädchen und schaurigen Grüßen aus schuldhafter Vergangenheit Horrorfans noch aus dem DVD-Sessel locken.

Es wurden ja auch genügend US-Remakes davon gedreht („The Ring“). Doch was ausgerechnet einer der Schlüsselfiguren dieser Welle, Takashi Shimizu („The Grudge“), jetzt hinterherschickt, taugt eher als Totengräber für dieses Genre. Wieder geht es um ein blasses, langhaariges Geistermädchen. Diesmal lockt es drei Teenies in ein leeres Krankenhaus. Das entpuppt sich bald als gigantisches Gruselkabinett, durch dessen Korridore Gespenster wandeln – und erneut wird dabei ein schlimmes Ereignis der Vergangenheit entrissen.

Shimizu wird den Film gedreht haben, um einen real existierenden Gruselpark in Japan zu bewerben und um sich in 3D zu beweisen. Doch für letzteres genügt es sicher nicht, stets hysterisch mit der Digitalkamera zu wackeln und inflationär auf Effekt-Linsen zu setzen, und für ersteres ist es problematisch, den dünnen Plot auf diversen Zeitebenen zu zerwirbeln: Wirrnis statt Spannung. Als Zuschauer schläft man jedenfalls entweder ein, oder man blickt zunehmend, nun ja, entgeistert.



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INHALT

Das grausame Ende eines Familienausflugs: Unter mysteriösen Umständen verschwindet Yuki im Geisterhaus eines Vergnügungsparks, in das sie sich mit ihren Freunden eingeschlichen hatte. Zehn Jahre später kommt es zu einem unbegreiflichen Wiedersehen mit der Clique von damals. In der Wohnung von Motoki und Rin, bei denen auch Ken zu Besuch ist, kollabiert die völlig verstörte Yuki und wird von ihren Freunden ins Krankenhaus gebracht. In der merkwürdig labyrinthischen Klinik versinkt die Gruppe tiefer und tiefer in das gemeinsame Kindheitserlebnis, als sich das verlassene Gebäude als das Schreckenshaus von damals herausstellt.
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