KRITIK

Scary Movie 5

Plakat zum Film Scary Movie 5Bis in die 1990er Jahre hinein galt der Amerikaner David Zucker als König der Genre-Parodien. Zusammen mit seinem Bruder Jerry Zucker und dem Kollegen Jim Abrahams schrieb und produzierte er als „ZAZ“-Team Klamauk-Klassiker wie „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ oder „Die nackte Kanone“. Und 20 Jahre später? Da leiert Zucker den fünften Teil einer Reihe an, die schon vor sieben Jahren (als Teil vier erschien) zum alten Eisen gehörte. Schon traurig.

Die „Scary Movies“ verbinden sketchartige Parodien auf diverse Horrorfilme vor allem jüngeren Datums durch eine denkbar dünne Handlung – in der Hoffnung, zum Amüsement des Publikums genüge allein schon die mehr oder weniger inspirierte Übertreibung bekannter Szenen. Der Wiedererkennungseffekt als dramaturgisches Prinzip.

Das ist auch in diesem schlaffen Neuaufguss nicht anders: „High School Musical“-Blondine Ashley Tisdale und Simon Rex (schon im vierten Teil dabei) spielen ein Paar, das es mit einem Dämonen zu tun bekommt, als es die Kinder des verstorbenen Bruders aus einer einsamen Waldhütte ins eigene Haus holt. Parodiert wird neben „Black Swan“, „Paranormal Activity“ und dem letzten „Planet der Affen“-Film damit vor allem „Mama“ – ein mäßiger Grusler von Andrés Muschietti, der erst letzte Woche in den deutschen Kinos startete.

Szene aus dem Film Scary Movie 5

(Bild: Constantin Film)

Für eine Art Rahmenhandlung stecken Zucker und sein Regisseur Malcolm D. Lee („Roll Bounce“) die Skandalnudeln Charlie Sheen und Lindsay Lohan (die sich selbst spielen) in ein gemeinsames Bett, inklusive sehr überflüssiger selbstironischer Onliner – doch selbst aus diesem Besetzungscoup wird keine einzige brauchbare Pointe geschlagen. Eine sehr unterirdische Nummernrevue.

 

  

 



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