KRITIK

Saw V

Saw V Je nach Standpunkt mag man über zu viele Filmstarts oder über wenige Kinosäle in Münster klagen, auf eines bleibt dabei doch stets Verlass: Für die folterpornografischen Schnetzelfilme der „Saw“-Reihe ist immer noch ein Plätzchen frei, diesmal sogar ganz jugendfreundlich im Vorabendprogramm des Cineplex.

Zum fünften Mal darf man nun also, wenn man sich ernsthaft dazu bemüßigt fühlt, dem widerlichen „Jigsaw“-Spielchen zusehen: Fünf Menschen, die ihr Leben irgendwie verwirkt haben, werden im perversen Rahmen einer moralischen Strafaktion in ein horrorhaftes Kellerlabyrinth gesperrt und dort zum „Spiel“ mit monströsen Folterapparaturen genötigt: Dabei werden sie im Folgenden sukzessive verstümmelt, elektrisch durchschockt oder ausgeblutet.

Soweit, so bekannt. David Hackl, der mittlerweile dritte Regisseur dieser Erfolgsserie, bastelt natürlich, wie seine Vorgänger auch, um sein eigentliches Ziel, die ungehemmte und detailversessene Gewaltdarstellung, einen Hauch von Handlung herum. Was albern ist, da der Schuft der Serie, „Jigsaw“, nun schon seit zwei Filmfolgen tot ist und die Autoren zunehmend schwachsinnigere Methoden ersinnen müssen, um ihn trotzdem noch mitwirken zu lassen.

Diesmal gibt es deshalb wirre Rückblenden als Zusatzinfo zu allen bisherigen „Saw“-Teilen. Doch warum der Darsteller von Jigsaws Nachfolger (Costas Mandylor) noch blasser rüberkommt als der seines faden Cop-Verfolgers (Scott Patterson), das erklären diese Rückblenden auch nicht. Vielleicht tut das Teil 6 der Serie, geplant für Halloween.



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INHALT

Die Folterspiele gehen weiter, denn der Jigsaw-Killer übt aus dem Jenseits heraus immer noch seine unheimliche Macht aus. So finden sich erneut fünf Menschen im Folterkeller , die - um selbst zu überleben, einen anderen auf grausame Weise töten müssen. Auch Detective Hoffman steht unter dem Banne Jigsaws, wie Polizeikollege Strahm herausbekommt.
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Eure Kritiken zu Saw V

  1. Olli

    Der fünfte Teil hat viel vom gelungenen ersten Teil. Vielleicht auch weil Produktionsdesigner David Hackl nun auf dem Registuhl sitzt. Alles in allem ein besserer Teil der Reihe.

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