KRITIK

Saw 2

Saw 2

Er kam, sah und ließ sägen. Der Psychopath „Jigsaw“, den die australischen Filmstudenten James Wan und Leigh Whannel erfunden haben, pflegte bizarre Spiele mit seinen Opfern zu veranstalten, zwang sie in sadistische Versuchskaninchen-Situationen, in denen ihnen nur die Wahl zwischen Tod und Selbstverstümmelung blieb und besah sich das Ganze aus sicherer Distanz.

„Saw“ war ein blutreicher und fantasiearmer Ekelschocker, indes erfolgreich genug für eine Fortsetzung. An der hatten aber nicht mal die Schöpfer des Scheusals Interesse, weswegen nun der Debütant Darren Lynn Bousman die Story vom krebskranken Killer fortspinnt, der antritt, Lebensverächtern den Wert des Daseins mit dem Holzhammer oder artverwandtem Gerät beizubringen. Objekt der Belehrung ist diesmal ein Police-Detective, der für seine zweifelhaften Methoden berüchtigt ist und dessen Sohn mit einigen weiteren Todeskandidaten von Jigsaw in ein labyrinthisches und nervengasverpestetes Haus gesperrt wird, aus dem es schnellstmöglich einen Ausweg zu finden gilt. Es wird dabei nicht mal der Versuch unternommen, das Grundmuster des ersten Teils um Plausibilität oder gar Suspense zu erweitern. Nein, Darren Lynn Bousman inszeniert eine so öde wie brutale Metzelrevue, die lediglich dem Nervensägenmann mehr Spielraum gibt und eine Nachfolgerin erfindet. Fortsetzung droht.



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INHALT

Zwei Jahre nachdem der berüchtigte Serienkiller Jigsaw immer noch nicht gefasst ist, bringt ein neuer bizarrer Mordfall Detective Eric Matthews auf die Spur der Bestie. Dem Opfer wurde der Schlüssel zur Entfernung einer Todesmaske unter Narkose hinter die Augen transplantiert. Doch die Selbstoperation scheitert und die tödliche Apparatur schnappt zu. Am Schauplatz des Verbrechens fordert Jigsaw den Polizisten Matthews per Botschaft zu einem Spiel heraus, was schon bald beginnen soll. Jigsaw kidnappt Matthews Sohn Daniel sowie eine kleine Gruppe von Kriminellen (Shawnee Smith, Franky G, Glenn Plummer, Emmanuelle Vaugier, Beverly Mitchell, Timothy Burd, Lyriq Bent) und sperrt sie in ein hermetisch abgeriegeltes, monitorüberwachtes Haus ein. Überraschenderweise gelingt es Matthews und seiner Kollegin Kerry schnell, Jigsaw nach einigen Hinweisen zu schnappen. Doch für den Killer ist dies nur Teil des Spiels...
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Eure Kritiken zu Saw 2

  1. Tom

    Wo es im ersten Teil von Saw sehr gut gelungen ist die Spannung langsam aufzubauen,gelingt es im zweiten Überhaupt nicht.Der zweite Teil „glänzt“in erster Sicht durch unnötige Brutalität,und nicht nachzufolgenden Storyfehlern.Etwas mehr Handlung und etwas weniger Filmblut hätten dem Film gut zu Gesicht gestanden.Durchschnittlicher Film.

  2. Jigsaw

    Der Film rockt! Habe lange darauf gewartet. Sehr blutig, sehr spannende, super.

  3. Nicole

    Habe den Film gesehen, meiner Meinung nach ist er besser wie der erste Teil.

  4. Loser

    Saw 2″ kann sich ganz klar nicht gegen den übermachtigen Vorgänger behaupten, dass steht mal fest. Die Figurenzeichung die „Saw“ ausmachte, bei der immer neue Details ans Licht kamen wird hier nur bei ein paar Figuren angeschnitten und meist nicht vollendet (zum Beisiel bei Obi) Dennoch habe ich schon schlechtere Fortsetzungen gesehen, der Film hat seine spanndenden Momente, er versucht nicht nur auf den Sadismus zu setzen was sich bei den Fanreaktionen nach dem ersten Film angeboten hätte. Die finale Auslösung ist überraschend und nicht unschlüssig. NUR: Sie verwässert völlig Jigsaws Botschaft. Ihm ging es darum den Opfern des Wert des Lebens zu predigen, das macht seine Botschaft so perfide, weil man ihr dadurch etwas Positives abgewinnen kann. Und jetzt geht es nur noch um stupide Rache. Das hat Jigsaw nicht verdient gehabt. Er sollte froh sein, das er diesen Film (vermutlich) nicht überlebt hat und so das Treiben seiner Nachfolgerin nicht mehr erleben muss.

  5. ImperatoM

    Eigentlich ganz nett gemachter Horrotthriller, aber kein Vergleich zum Original. Einige Fehler in der Story und nicht nachvollziehbare Charaktere (wieso steckt die Frau z.B. auch den zweiten Arm in den Kasten nachdem der erste bereits nicht mehr rauszuziehen ging und klar erkennbar war, daß es dem zweiten nicht anders gehen würde?

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