KRITIK

Rumba

Rumba Der neue Film des kanadisch-belgischen Duos Fiona Gordon und Dominique Abel ist ein Werk voll stiller Komik und grotesker Momente. Und er ist dennoch poetisch. Die Komödie ist das Werk zweier wortkarger Clowns für Liebhaber clownesker Szenen.

„Rumba“ produziert mit seiner statischen Kamera und durch das Fehlen sämtlicher Grautöne (stattdessen ist alles quietschbunt) eine sehr eigene Ästhetik. Er bedient sich alter Slapstick-Vorlagen aus Stummfilm-Tagen und seine Macher haben mit Sicherheit eine Vorliebe für Jaques Tati.

Wegen offensichtlicher Mainstream-Inkompatibilität werden wohl nur wenige Zuschauer den Weg ins Kino zu „Rumba“ finden. Den wenigen Liebhabern jedoch werden einige Szenen mit Sicherheit unvergesslich bleiben: Das Boxtraining, die Supermarkttür, das Blumenwerfen von der Klippe – das hat Kultcharakter.

Trotz vieler kleiner genialer Szenen, eingebettet in eine schöne Story, kann das Gesamtwerk „Rumba“ leider nicht vollends überzeugen. Die nur wenigen 77 Minuten haben die eine oder andere Länge. Dennoch sei die belgisch-französische Komödie all jenen wärmstens empfohlen, die auch heute noch über Buster Keaton lachen können und die Welt der bunten Kleinkunst lieben.



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INHALT

Auf der Rückfahrt von einem Tanzwettbewerb haben Fiona und Dom einen Unfall, weil sie einem Selbstmörder ausweichen müssen. Fiona verliert ein Bein, Dom das Gedächtnis. Wie soll man da noch Rumba tanzen?
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