KRITIK

rosarote Panther, Der

rosarote Panther, Der Steve Martin zählt zu den Komikern, die Humor ernst nehmen. Mit seinem Hund hat der Hollywoodstar nur noch in französischem Akzent gesprochen, um sich auf die Rolle des radebrechenden Chaos-Inspektors Jacques Clouseau adäquat vorzubereiten, wie er auf einer Pressekonferenz in Berlin erzählte. Oh là là, ‘immel ‘ilf, das arme Tier. In einem ohnehin verzichtbaren Remake ist Steve Martins Gekauderwelsche besonders unerträglich, in der deutschen Synchronisation gar zum Weglaufen.

Man fragt sich sowieso, weswegen ein ehrbarer Schauspieler auf die Idee verfällt, Blake Edwards‘ legendäre Komödie „The Pink Panther“ mit Peter Sellers als Inspektor Clouseau überbieten zu können. Am Drehbuch kann es nicht gelegen haben. Das erzählt von der Ermordung eines Fußballtrainers und dem Diebstahl eines sagenhaften Diamanten. Chefinspektor Dreyfus (blass: Kevin Kline) beauftragt Clouseau, den Trottel vom Dienst, den Fall zu lösen. Allerdings nur, um die Öffentlichkeit abzulenken und selbst die Lorbeeren einheimsen zu können. Klar, dass Clouseau, assistiert vom braven Gendarm Ponton (sehr blass: Jean Reno), eine veritable Slapstick-Orgie abfeiert, am Ende aber doch als Sieger dasteht.

Remake-Regisseur Shawn Levy jedenfalls verliert den direkten Vergleich mit Edwards um einige Hochhauslängen. In den besseren Szenen kopiert er den 60er-Jahre-Klassiker der Körperkomik bloß, wenn er etwa Clouseau am drehbaren Globus abrutschen lässt. In den schlimmeren und zahlreicheren Fällen jedoch versucht er, seinen Tollpatsch-Polizisten auf die Höhe der Zeit zu bringen. Beispielsweise schluckt Clouseau jetzt Viagra, trauriges Sinnbild für die Potenzschwäche dieses Desasters in Pink, aus dem Steve Martin als begossener Pudel hervorgeht.



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INHALT

Vor 60.000 Fans wird ein populärer britischer Fußballmanager ermordet. Kurz vor der Tat trug er noch den berühmtesten Diamanten der Wel: den rosarote Panther, doch dieser ist nun verschwunden. Mit dem Fall wird Inspektor Jacques Clouseau von der Pariser Sureté beauftragt, trotz seiner sprichwörtlichen Inkompetenz - ganz nach Plan seines Vorgesetzten Chefinspektor Dreyfus, dem es gelingt, Clouseau mit dem pragmatischen Detective Gilbert Ponton zur Seite zu stellen. Die einzige Spur, die die Polizisten verfolgen können, führt zu der bildschönen Xania, der Freundin des ermordeten Managers.
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Eure Kritiken zu rosarote Panther, Der

  1. Loze

    Der Vorspann versprach einiges, der Film ist enttäuschend. Einzig die Besetzung mit Jean Reno sehe ich als gelungen. Zur Mitte des Films muss man lange, lange auf Gags warten. Tipp für Leute, die den nicht kennen: Geht besser spazieren oder macht Staumeldungen. Der Film ist das Geld nicht wert.

  2. Klabautermann

    Granatenschlecht! Und was soll Beyonce überhaupt in dem Film? Einzig die Tanzszene mit Jean Reno ist ganz witzig, ansonsten besser draussenbleiben!

  3. Rubi

    Schlecht! Steve Martin kann das dem unwürdigen Drehbuch nicht entgegenwirken, Kevin Kline wirkt total lustlos, Beyoncé… hm, ist halt Beyoncé, einzig Jean Reno windet sich durch sein abgeklärtes Auftreten aus diesem Schlamassel. Die Gags sind uralt und meist grottenschlecht. Höchstens ein Zeitvertreib für die Kleinen

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