KRITIK

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rosarote Panther 2, Der Man muss nicht Peter Sellars nachtrauern. Man darf aber. Denn mit seinem Namen, und dem des Regisseurs Blake Edwards selbstverständlich, verbinden sich nun mal die besten Filme der „Pink Panther“-Reihe, die 1963 ins Leben gerufen und seitdem etliche Male fortgesetzt oder variiert wurde.

Steve Martin, der nun zum zweiten Mal den legendären Trottelpolizisten von der Seine gibt, ist ja nicht mal schlecht in der Rolle, Slapstick zumindest beherrscht er, aber es mangelt ihm am Witz der Verzweiflung. Clouseau, hat Steve Martin mal gesagt, sei das Gegenteil einer traurigen Figur, „mit sich und der Welt absolut im Reinen“. Und so spielt er ihn dann auch. Als reine Oberfläche.

In „Pink Panther 2“, den Harald Zwart inszeniert hat, muss Inspektor Clouseau mal wieder den legendären Riesendiamanten jagen, den man den rosaroten Panther nennt. Clouseau, mit dem unerschütterlichen Selbstbewusstsein des Dummkopfes gesegnet, glaubt fest daran, dass der Stein nur sicher ist, solange er selbst in der Nähe bleibt. Und kaum hat der Mann am Flughafen mit einem Bein französischen Boden verlassen, blitzt auf dem Fernseher schon die Sondermeldung vom Diebstahl des Panthers auf.

Das ist ja durchaus amüsant, überhaupt hat der Film anfänglich seine komödiantischen Highlights – etwa eine Szene, in der Clouseau sich beim romantischer Dinner als Weinkenner auszugeben versucht, was mit einer Massen-Jonglage vom Regal purzelnder Flaschen endet. Aber nach einer halben Stunde geht der Geschichte auch schon die Puste aus. Im Folgenden sieht man vor allem einer Riege von Stars dabei zu, wie sich gegenseitig auf den Füßen stehen, darunter verdiente Leute wie Jean Reno und John Cleese, die ihr Talent aber nicht ausspielen dürfen und entsprechend sauertöpfisch Komödienroutine bieten.



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INHALT

Nach seiner Degradierung darf Inspektor Clouseau nur noch Strafzettel verteilen. Doch die Perle von Paris erhält eine neue Chance zum Glänzen, als der Diamant, der ihn berühmt machte, abermals gestohlen wird. Im Team mit den vier besten Spürnasen der Welt kann Clouseau zeigen, dass er mit den klügsten Köpfen mithalten kann, auch wenn ihm der eigene oft zu fehlen scheint.
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