KRITIK

Robbi, Tobbi und das Fliwatüüt

Bild (c) 2016 StudioCanal Filmverleih.

Bild (c) 2016 StudioCanal Filmverleih.

Das Buch von Boy Lornsen hat fast fünfzig Jahre auf dem Buckel, der Vierteiler, den „Sendung mit der Maus“-Macher Achim Maiwald 1972 für das Fernsehen fertigte, ist ein Klassiker. Ein Klassiker aus der Steinzeit allerdings für heutige Kinder. Es war also grundsätzlich keine schlechte Idee, ein Update von „Robbi, Tobbi und das Fliewa­tüüt“ zu produzieren, für eine Zeit, in der schon Grundschulkinder den Weltgeist im Smartphone vermuten.

Doch Regisseur Wolfgang Groos („Die Vampirschwestern“) übertreibt es mit seinem Modernisierungseifer. Mit dem Buchplot, in dem der kleine Tobbi mit dem Roboter Robbi im selbstgebauten, mit Lebertran betriebenen Flug-, Wasser- und Landfahrzeug Fliewatüüt um die Erde rattert, um diverse Aufgaben zu lösen, hat diese mit viel Pups-Humor gewürzte Neuverfilmung nur noch am Rande zu tun.

Tobbi (Arsseni Bultmann) ist hier ein gemobbter Einzelgänger, Robbi fällt vom Himmel, und als Fluchtpunkt der Erzählung dient der Nordpol, wo Robbis Eltern vermutet werden. Der Zauberer aus der „dreieckigen Burg“ wurde zum Mobilfunk-Zampano (Friedrich Mücke) umgeschrieben, der in der bösen Großstadt sitzt und Robbis Herz zum Kernstück eines neuen Wunder-Smartphones machen will.

Mit den Eheleuten Alexandra Maria Lara und Sam Riley als Bösewichtern, Bjarne Mädel als Leuchtturmwärter und Jördis Triebel als Tobbis Mutter defiliert die Prominenz über die Leinwand, Robbi stakst als nicht-digitaler Blechbub wie ein Mix aus Wall-E, R2D2 und ET durch den Plot, doch echten Charme versprüht dieses Remake nicht. Die Kleinsten mögen über die Figurenzeichnung auf Kasperletheaterniveau sicher noch hinwegsehen, alle anderen wohl eher nicht.

 

 

 

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INHALT

Niemand kann sich so ungewöhnliche Erfindungen ausdenken, wie der 11-jährige Tobbi Findeisen… Eines Tages landet vor seinen Füßen der kleine Roboter Robbi, der beim Absturz seines Raumschiffes von seinen Roboter-Eltern getrennt wurde und sich nun auf die Suche nach ihnen machen muss. Zusammen ertüfteln Robbi und Tobbi ein Gefährt das zugleich fliegen, schwimmen und fahren kann: Ein Fliewatüüt eben! Doch inzwischen sind auch der skrupellose Sir Joshua und dessen Superagenten Brad Blutbad und Sharon Schalldämpfer dem Roboter auf den Fersen, um ihn für ihre Zwecke zu nutzen. Doch auch die klügsten Superagenten sollten nicht unterschätzen, wozu die besten Freunde der Welt fähig sind! (Text: Studiocanal Filmverleih)
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