KRITIK

Rio 2 – Dschungelfieber

Bild (c) Twentieth Century Fox.

Bild (c) Twentieth Century Fox.

Trotz ihrer erfolgreichen „Ice Age“-Reihe stehen die Blue-Sky-Studios aus New York immer noch im Schatten von Pixar. Dabei war das quietschbunte Zuckerhut-Musical „Rio“ der 20th Century-Fox-Tochter vor drei Jahren auf Anhieb in den Olymp der erfolgreichsten Animationsfilme vorgestoßen. Die Fortsetzung führt Protagonist Blu nun auf gewohnt komisch-chaotische Weise durch den brasilianischen Dschungel.

Ironisch und Samba-satt erzählte „Rio“ die Geschichte vom Blau-Ara Blu, den es aus der nordamerikanischen Zivilisation auf die Straßen, pardon: Äste von Rio de Janeiro verschlägt. In der fälligen Fortsetzung, erneut inszeniert von Carlos Saldanha, haben Blu und seine Herzensdame Jewel bereits Nachwuchs gezeugt, als sie in ihrem Luxus-Nest erfahren, dass im brasilianischen Regenwald eine weitere Kolonie ihrer ausgestorben gewähnten Gattung hausen soll.

Szene_RIO2In routiniert chaos-komischer Art kommt es im Dschungel zum wundersamen Wiedersehen mit Jewels Familie, Blu bekommt es mit einem eitlen Nebenbuhler und seinem ewigen Widersacher, dem Kakadu Nigel (deutsche Stimme: Christian Brückner), zu tun. Nebenher – Öko-Botschaft ist Pflicht! – muss der Urwald noch gegen gemeine Holzfäller verteidigt werden. Und Fußball wird – zwei Monate vor der WM – natürlich auch gespielt – allerdings etwas pflichtschuldig.

Im Zentrum stehen natürlich die Musical-Nummern, choreografiert im Busby-Berkeley-Stil des alten Hollywood. Am Soundtrack werkelte erneut und unüberhörbar Sergio Mendes mit, der Großmeister des brasilianischen Pop. Auch die schrägen Typen im Leinwandzoo überzeugen erneut: Neben den Rapper-Vögeln Nico und Pedro und einem von Roberto Blanco gesungenen Tukan überzeugt diesmal vor allem eine Arien schmetternde Giftkröte (deutsche Stimme: Annett Louisan). Ansonsten präsentiert sich der Plot wie Kraut und Rüben: „Rio 2“ taugt demnach eher als launige Sketchparade denn als kohärente Animationskomödie.

 

 

 



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