KRITIK

RIO

RIO Die Blue Sky Studios, die bereits für die erfolgreichen Ice Age-Filme verantwortlich zeichneten, entführen den Zuschauer mit ihrem neuesten Animationswerk Rio in die Weiten der brasilianischen Vogelwelt und schließlich in die Weltmetropole Rio de Janeiro. Am Vorabend des jährlich von Mensch und Tier heiß erwarteten Karnevals, muss der flugunfähige Ara Blu (im Original von Jesse Eisenberg gesprochen) sich der schönen und sehr selbstbewussten Ara-Dame Jewel (Anne Hathaway) annähern, um seine seltene Rasse vor dem Aussterben zu bewahren.

Zugegeben, die Geschichte ist dünn. Die von dem brasilianisch-stämmigen Regisseur Carlos Saldanha in Szene gesetzte 3D-Animations-Komödie kann denn auch weniger durch seine doch eher mittelmäßige Story als vielmehr durch seine wirklich gelungenen Animationen punkten. Besonders die Anfangs- und Endsequenzen, in der die großen und kleinen Vögel des Urwaldes zu schwungvoller Samba-Musik einen farbenprächtigen Tanz aufführen, sind ein Fest für die Augen.

Was jedoch an Bildern überzeugt, lässt bei der Geschichte zu Wünschen übrig. Denn diese ist ein einziges Hin und Her und Auf und Ab. Kaum ist der eine Vogel gefunden, ist der nächste weg – sind beide da, sind die Menschen nicht auffindbar. Und so weiter. Das geht letztendlich arg zu Lasten der Dramaturgie und auch der Spannung. Die Geschichte erweist sich aber glücklicherweise als sehr familienfreundlich. Was auch bedeutet, dass es nur harmlose Dialoge und natürlich auch nur „niedliche“ Charaktere gibt. Die „schlimmste“ oder vielleicht böseste Figur ist ein etwas zerzauster, in die Jahre gekommener Kakadu.

Rio lädt vor allem die Kleinsten dazu ein, von den bevorstehenden Sommerferien (vielleicht in Brasilien?) zu träumen. Genau wie einen entspannten Tag am Strand, sollte man auch diese Animationskomödie sehen: Die gesamte Familie einpacken, dem Denken eine kurze Pause gönnen und bunten Vögeln beim Karnevalfeiern zusehen.



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INHALT

Blu ist fest davon überzeugt, der Letzte einer blau gefederten Spezies von Ara-Papageien zu sein - bis er entdeckt, dass es wenigstens noch einen weiteren gibt und dieser ein Weibchen ist. Von seinem Käfig in Minnesota aus macht Blu sich schwer verliebt auf den Weg nach Rio, um die Artgenossin kennenzulernen. Doch die resolute Jewel teilt die Gefühle zunächst nicht, zu unterschiedlich sind die beiden Papageien. Doch dann schweißt ein unerwartetes Abenteuer die beiden schrägen Vögel zusammen.
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