KRITIK

Resident Evil: Retribution

Kinoplakat zum Film Resident Evil 5 RetributionResident Evi, pardon Alice ist zurück. Der weibliche Actionstar, Serien-Actrice des B-Franchises „Resident Evil“ darf ein weiteres Mal ihren Waffengürtel anlegen. Seit 2002 dreht Regisseur Paul W. S. Anderson im Zweijahrestakt Folge um Folge dieser Computerspielverfilmung; in der Hauptrolle mauserte sich seine Ehefrau Milla Jovovich, die als „Johanna von Orléans“ mal fast den Durchbruch ins Charakterfach geschafft hatte, zur ausdauerndsten Actionfilm-Heldin des Weltkinos; und die Kritik konnte noch so geifernd über die ebenso stylishen wie inhaltsleeren Filme herfallen – sie fanden immer mehr Zuschauer. Auch die neue Folge stand kurz nach ihrem weltweiten Kinostart wieder auf Platz eins der amerikanischen Charts.

Im Grunde ist die Handlung immer dieselbe: Hauptfigur Alice muss sich gegen Zombiehorden aus den Laboren der ominösen Umbrella Corporation wehren und sich dabei durch unterirdische Raumkomplexe kämpfen. Diesmal ist das nicht anders: Nach einer spektakulären Eingangsszene dockt der Film buchstäblich in Rückwärtszeitlupe an die Geschehnisse des letzten Teils („Afterlife“ von 2010) an, und was danach folgt, ist ein weiterer Remix bekannter Versatzstücke der Reihe.

Szene aus dem Film Resident Evil 5Michelle Rodriguez, im ersten Teil dahingemeuchelt, taucht als Kopie wieder auf, eine Underground-Résistance tritt auf den Plan, und Alice ballert, ballert heftiger und ballert sich sogar noch heftiger von Level zu Level, die hier diversen Weltmetropolen nachprogrammiert sind. Im Finale steht computerspielgemäß der Kampf gegen den Endboss – und danach steht gleich die nächste Herausforderung vor der Tür: Teil sechs kann also kommen. Man kann das alles trotz perfekter 3D-Optik unendlich stupide finden. Die debilen Dialoge bieten Grund genug dafür.

Auch fühlt es sich immer noch so an, als schaute man einer anderen Person, ohne selbst eingreifen zu können, beim Computerspielen zu – eine Zustand zwischen Ärgernis und Langeweile. Andererseits aber kann man Andersons Langzeit-Eheprojekt zur Abwechslung auch mal bewundern: Ironie- und auch kitschfreie Genrekost dieser Art kommt nicht mehr so oft ins Kino. Anderson zieht das durch – und freut sich über den Erfolg.

 

 



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INHALT

Nachdem Labor-Amazone Alice in einem verlassenen Fabrikkomplex aufwacht, entdeckt sie wichtige Hinweise zu ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig breitet sich das Zombie-Virus der Umbrella Corporation über den gesamten Globus aus und verwandelt die Menschheit in seelenlose Untote. Um die Hintermänner der Seuche zur Rechenschaft zu ziehen, begibt sich Alice auf eine Verfolgungsjagd über verschiedene Kontinente. Sie reist nach Tokio, New York, Washington und schließlich zum Showdown nach Moskau. Doch hier erwartet sie eine Entdeckung, welche die Zukunft der Menschheit vor eine völlig neue Situation stellt.
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