KRITIK

Penelope

Penelope Cyrano von Bergerac hatte es gut: Der hatte nur eine lange Nase. Penelope aber, Titelheldin dieses romantischen Märchens, sieht aus wie Sau: Mitten in ihrem zarten Gesicht prangt ein Schweinerüssel, und Christina Ricci, die sie spielt, wird dafür jeden Morgen lange in der Maske gesessen haben.

Penelope, eine junge Aristokratin, ist das Opfer eines Familienfluchs, der den ersten weiblichen Nachkommen eines liebesbetrügerischen Ahnen zu schweinischer Optik verdonnerte. Erlöst wird sie erst, wenn sie trotz dieses Gendefekts jemanden findet, der sie wirklich liebt.

Penelopes furienhafte Mutter (Catherine O`Hara) hat die Tochter einst vorgeblich begraben, sucht aber hinter den Kulissen fieberhaft nach einem adligen Freier. Doch alle Kandidaten nehmen bei der Gegenüberstellung Reißaus. Bis ein hübscher Jungaristokrat auftaucht, der es nett mit Penelope zu meinen scheint – James McAvoy spielt ihn, jener unlängst mit „Abbitte“ zu Ruhm gekommener Shooting Star. Doch der junge Charmeur ist aus den falschen Gründen am richtigen Ort, Hollywoods Lieblingszwergendarsteller Peter Dinklage („Underdog“) mischt als einäugiger Paparazzi auf Racheaktion mit, und schließlich haut Penelope enttäuscht ab, um sich selbst zu finden. Sie trifft dabei auch auf Reese Witherspoon, die diese harmlos unterhaltende Toleranzparabel coproduziert hat. Am Anfang denkt man, das alles könnte sich zur Satire entwickeln. Doch was Regieneuling Mark Palansky dann daraus macht, ist gewöhnlich und gegen Ende sogar ein wenig öde – aber immerhin, vor allem von Ricci, beschwingt gespielt.



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INHALT

Penelope Wilhern lebt in einem prunkvollen, herrschaftlichen Haus ein Leben in Luxus und Überfluss - schließlich gehören ihre Eltern Jessica und Franklin einem altehrwürdigen Adelsgeschlecht an. Doch Penelope ist alles andere als glücklich. Auf ihr lastet ein uralter Familienfluch, der ihr hübsches Gesicht von Geburt an mit einer hässlichen Schweinenase "verziert". Um ihr bedauernswertes Kind vor Häme und Spott der Öffentlichkeit zu schützen, hatten die Wilherns Penelope einst für tot erklärt und im Schutze ihrer Villa heimlich groß gezogen. Jetzt ist Penelope 25 Jahre alt und es gibt Hoffnung. Denn die Überlieferung besagt, dass der Fluch gebrochen werden kann, wenn sich ein Mann ihres Standes in Penelope verliebt.
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Eure Kritiken zu Penelope

  1. Laurie

    Ich finde den Film gut. Die arme penelope!

  2. Christian

    Eine süße Parabel für mehr Selbstachtung und Zivilcourage. Ein wenig Kritik an den Adel und an die Boulevardpresse. Sonst eher durchschnittlich. Die Darsteller, allen voran mal wieder Christina Ricci und auch James McAvoy können überzeugen.

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