KRITIK

Passwort: Swordfish

Passwort: Swordfish Nach den Anschlägen am 11. September 2001 in Amerika ist nichts mehr so- und nichts wird wieder so sein, wie es einmal war. Das gilt besonders für Hollywood und für das Action-Genre. Unzählige Male verschoben wurde deshalb Dominic Senas Actionstreifen, der sich ungewollt dieser Problematik annimmt. Natürlich im Focus der bösen Seite: Ein Terrorist, viel Geld, Gewalt und zahlreiche Explosionen. Um welches Kaliber es sich hier handelt verdeutlicht zunächst eine eindrucksvolle Eingangssequenz: Terrorist Gabriel Shear (John Travolta) philosophiert mit einem FBI Agenten über das in seinen Augen falsche Ende des Filmklassikers „Hundstage“ („Dog Day Afternoon“ mit Al Pacino, 1975): „Gangster dürfen keine Gnade zeigen“. Sekunden später sprengt er einige Geiseln in die Luft, die in einer Bank ihrem Tod ins Auge sehen. Sicherlich dürfte hier Sidney Lumet ebenfalls vor Freude (mit seinen 76 Jahren) in die Luft gegangen sein, als er hörte, dass sein Film ein falsches Ende hat.
Regisseur Dominic Sena, dem mit „Kalifornia“ (1996) ein außerordentlich überzeugendes Spielfilmdebüt gelang, positioniert seine Kamera auf Kniehöhe und begleitet die Druckwelle der Bombe durch den Straßenzug. Der Film beginnt mit seinem Showdown. Sehr eindrucksvoll, sehr vielversprechend. Zeitsprung und Rückblende. Was kann auf diese Sequenz noch folgen? Antwort: Garnichts. Die supersexy Ginger Knowles (Halle Berry) versucht vier Tage (!) vor diesem Anschlag den Superhacker Stanley (Hugh Jackman) in das Team des super charismatischen Gangsters Gabriel Shear (rund geworden: John Travolta) zu locken. Doch Stanley bleibt misstrauisch. Nur wer könnte schon diesem Struwwelkopf widerstehen? Sekunden später sitzt er im super Auto dieser super sexy Frau und fährt zu diesem super charismatischen Gangster. Was folgt sind leider zahlreiche aufgeblasene (!) Action Szenen, Stückwerk, die jeder Logik entbehren. Verfolgungsfahrten, Computergrafiken und super Frauen und super wenig Textilien. Und die Geschichte..?, ach ja die Geschichte! Alles super! Christian Gertz



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INHALT

Gabriel Shear ist ein Terrorist von unwiderstehlicher Ausstrahlung. Er will seine sehr eigenwillige Version von Patriotismus finanzieren und muss zu diesem Zweck unbedingt in eine Art Cyber-Welt eindringen, die sich die Swordfish-Welt nennt. Denn wenn er das schafft, stehen ihm Milliarden an illegalen Regierungsgeldern zur Verfügung. Doch um an diese Quelle heranzukommen, braucht Gabriel einen Superhacker, der auch die kompliziertesten Sicherheitssysteme der Welt knacken kann. Stanley Jobson wäre der optimale Mann: Stanley war bereits im Knast, weil er im umstrittenen High-Tech-Überwachungssystem des FBI das absolute Chaos entfesselt hat. Jetzt haust er mittellos und einsam in einem abgewrackten Wohnwagen. Selbst den letzten Menschen, der ihm etwas bedeutet, hat er verloren: Seine Tochter Holly lebt seit der Scheidung bei ihrer Mutter. Gabriel und seine schöne Partnerin Ginger ködern Stanley mit dem Versprechen, seinen einzigen Wunsch zu erfüllen: ihm zu ermöglichen, dass er mit Holly ein neues Leben beginnen kann. Doch sobald Stanley in Gabriels geheimes Reich eintaucht, muss er erkennen, dass nichts ist, wie es scheint – er ist nur noch eine Schachfigur in dem undurchschaubaren Komplott, hinter dem weit mehr steckt als nur ein High-Tech-Bankraub.
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Eure Kritiken zu Passwort: Swordfish

  1. Cineast

    Action im ÜberflussMan muss schon ein absoluter Actionfan sein, um diesen Film in sein Herz zu schließen oder mehr noch: absolut ausgehungert bis auf die Knochen. Am Anfang knallt es gewaltig, dann überwiegt der coole Look. Aber mal ehrlich: Was anderes erwartet man doch auch nicht!

  2. Bob

    Erwartungen erfüllt..Film gut, weil tolle Eingangssequenz und viel Coolness. Endlich mal wieder ein krawumm Actionstreifen!!!;-)

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