KRITIK

Pacific Rim

Plakat zum Film Pacific RimInhalt sponsored by Warner Bros. In unregelmäßigen Abständen laufen sie noch sonntags im Fernsehen, die japanischen „Kaiju Eiga“. Monsterfilme aus den Sechzigern und Siebzigern, in denen sich Riesenbestien wie Godzilla oder Mothra gegen die Menschheit erhoben und sich mit mechanischen Robotern beharkten. Obwohl (oder gerade weil) diese Filme nach Bastelstunde und Latexkostümen ausschauen, haben sie bis heute ergebene Fans. Einer davon: Guillermo del Toro. Der mexikanische Regisseur, der für „Pans Labyrinth“ oscarnominiert war, die „Hellboy“-Filme schuf und zuletzt an Peter Jacksons „Hobbit“ mitschrieb, gilt als Spezialist für abseitige Fantasy-Kost. Naheliegend also, dass er jetzt ganze Schwärme von „Kaiju“-Monstern auf chromglänzende Riesenroboter hetzt.

Die Monster – tierisches Brüllvieh mal reptilienartiger, mal vogelflattriger Natur – werden von einem unterseeischen Portal im Pazifik myriadenfach ausgespuckt. So weit nichts Neues, droht im Kino derzeit doch jede Woche aufs Neue der Weltuntergang. Diesmal schickt die Menschheit sogenannte „Jaeger“ zur Verteidigung – Roboter, die von zwei Piloten gesteuert werden, die neuronal miteinander verschaltet sind.

Szene zum Film Pacific RimDamit beginnt eine überlange Abfolge detailverliebt inszenierter Scharmützel, mal in demolierten Großstädten, mal am Meeresgrund: Es wird gefräst, gestrahlt, geätzt und nuklear gebombt. In diesem Kino der Attraktionen kommen die Dramen der handelnden Figuren naturgemäß zu kurz: Dass es am Ende zwei unterschiedliche Piloten (Charlie Hunnam aus „Sons of Anarchy“ und Rinko Kikuchi aus „Babel“) sind, die ins letzte Gefecht ziehen, dass „Hellboy“ Ron Perlman als Organhändler lustige Kurzauftritte hat, dass „The Wire“-Star Idris Elba den General gibt – all dies ist letztlich geschenkt. Die schematische Psychologie, die gestanzten Dialoge: Wen kümmert´s?

Denn „Pacific Rim“ funktioniert vor allem analog zu einschlägigen Vergnügungspark-Attraktionen. Es rumst und scheppert, vibriert und zuckt in großartigem 3D und misst seinen Erfolg in den „Aahs“ und „Oohs“, die es auslöst. Daran (und nur daran) gemessen, zählt diese 180-Millionen-Dollar-Produktion zu den geglückteren Blockbustern dieses Kinosommers.





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INHALT

Als Legionen von Monstern aus dem Meer auftauchen, beginnt ein Krieg, der Millionen Menschen das Leben kostet und auf Jahre den Einsatz aller zur Verfügung stehenden Rohstoffe erfordert. Zur Abwehr der gigantischen Ungeheuer, die Kaiju genannt werden, konstruiert man gewaltige, als Jaegers bezeichnete Roboter – sie werden gleichzeitig von zwei Piloten gelenkt, deren Gehirne über eine Neuronenbrücke gekoppelt sind. Doch selbst die Jaegers können gegen die unerbittlichen Kaiju kaum etwas ausrichten. Angesichts der drohenden Niederlage müssen sich die Verteidigungstruppen wohl oder übel auf zwei Soldaten verlassen, denen man zu allerletzt Heldentaten zutrauen würde: auf einen heruntergekommenen Ex-Piloten (Charlie Hunnam) und eine Rekrutin ohne jede Erfahrung (Rinko Kikuchi). Sie sollen gemeinsam einen legendären, bisher als völlig veraltet eingestuften Jaeger steuern. Weil das apokalyptische Inferno unausweichlich scheint, bilden die beiden das letzte Bollwerk der Menschheit.
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Eure Kritiken zu Pacific Rim

  1. heikoolli

    Zum Inhalt muss ja nichts mehr gesagt werden, dürfte bekannt sein.
    Vergangene Woche habe ich ihn mir mit einem guten Freund angeschaut. Mit nicht wenig Vorfreude sind wir ins Kno marschiert und waren bereit, einen guten Teil unseres Gehirns für die Dauer des Spektakels auszuschalten. Doch leider konnten wir auch mit der verbliebenen Restmasse nicht über die wirklich extrem dämlichen und zumeist überflüssigen Fehler hinwegsehen, mit denen wir im Verlauf des Films konfrontiert wurden, hinwegsehen.
    Es ging ja vielversprechend und nett los. Da wir beide Freunde von Kommentaren aus dem Off sind, gefiel uns der Einstieg. Dass die Darsteller (Schauspieler würde ich hier nur eingeschränkt benutzen, da die Personen zumeist nur dazu dienten, gewisse Stereotype zu erfülen, die man hier erwartet) nicht gerade dazu geeignet waren, als Identifikationsfigur zu dienen, hatten wir erwartet, daher wr das ok. Was aber uns beiden den Spaß (der es hätte werden können) dann verdorben hat, waren solche haarsträubenden Dnige wie ein Kaiju, dass bis über die Atmosphäre flattern kann. Für manche mag das kleinkariert wirken, aber bei aller Freiheit der Phantasie kann ich bei so etwas nur noch schallend lachen (was wir taten) und den Film und seine Macher nicht ernst nehmen (wobei mir klar ist, dass es kein ernsthafter Film ist). Auch so etwas wie 8 Helikopter, die eine Maschine von sicherlich mehreren tausend Tonnen Masse heben können. Oder: Warum haben die Jäger ihre Bewaffnung (Schwert) während der ersten Kämpfe nicht eingsetzt? Haben sie sie vergessen? Dachten sie sich: „Oh, das Schwert ist doof, wenn ich es jetzt benutze, muss ich danach ja die Scharten auswetzen.“ Statt dessen lassen sie sich lieber demolieren oder zerstören/töten. Oder: Die Monster und Roboter sind offensichtlich groß wie Hochhäuser, aber als dann das Mega-Monster aus der Tiefe auftaucht, wird es noch viel schlimmer: Es ist doch glatte 40 Meter hoch!!! Geht’s noch??? Die Mauer, die sie zuvor im vorbeigehen eingerissen haben, war sicherlich bereits über 100 Meter hoch, und jetzt ist das größter der Viecher lächerliche 40??? Daß die Macher (oder vielleicht auch nur die Synchronisation, ich müsste mir das Original anschauen, wenn ich es über mich bringe) mit Maßeinheiten so ihre Probleme haben, erfährt man auch beim finalen Fight: Der Abgrund zur Dimensionsspalte ist, wie eine Funkmeldung aus der Jäger-Basis weiß, 3000 Meter tief. „Oh“, entfährt es einem Jäger-Piloten, „dann springen wir doch mal eine halbe Meile runter.“ Was ist? 3.000 Meter sind eine halbe Meile? Nicht mal im Pacific-Rim-Universum!
    Würde ich darüber nachdenken, könnte ich die Liste fortsetzen, doch ich bin nicht sicher, ob ich nach dem Kinogang mein ganzes Gehirn wieder zurückbekommen habe, und zudem mag ich mich damit gar nicht so sehr befassen. Lieber vergesse ich es. Ging den Macher des Filmd wohl acuh so. oder aber es aht sie nicht gekümmert, was noch enttäuschender wäre. Das ärgerlichste daran ist, dass mit ein klein wenig Aufmerksamkeit alle Fehler hätten vermieden werden können. Aber so bekomme ich das Gefühl, dass die Macher des Films keine Achtung vor den Zuschauern haben, sie für Idioten halten. Wahrscheinlich steht der Gedanke im Mittelpunkt, dass es ja eh nur der Sommer-Blockbuster ist und sie setzen darauf, dass es schon niemandem auffallen wird.
    Ich liebe Science Fiction Filme, Fantasy ist auch ok, Action sowieso. Aber Streifen aus der Ecke „alber, dämlich und unnötig“, dafür ist mir mein Geld zu schade.

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