KRITIK

Operation Kingdom

Operation Kingdom Saudi-Arabien ist für die USA Freundes- und Feindesland zugleich. Als Öl-Lieferant unverzichtbar, aber als Heimatland der meisten der 9/11-Terroristen müsste es eigentlich zur Achse des Bösen gerechnet werden. Vor allem aber ist es terra incognita.

Diese Erfahrung macht auch der FBI-Spezialist Ronald Fleury (Jamie Foxx), der, nach einem Bombenanschlag auf eine US-Wohnsiedlung in Riad, mit drei Kollegen zwecks Recherche ins Königreich reist. Regisseur Peter Berg inszeniert diese Mission der FBI-Truppe um Foxx, Chris Cooper, Jason Bateman und Jennifer Garner zunächst erstaunlich differenziert: Die selbstgerechten Amerikaner stoßen ihre arabischen Kollegen vor Ort – besonders den wohlmeinenden, weltoffenen Colonel Al Ghazi (Ashraf Barhoum) – mit ihrem Gefluche und ihrer Besserwisserei vor den Kopf und müssen erkennen, dass sie gegen eine Wand des Misstrauens und der Feindseligkeit laufen.

Die Atmosphäre schwelender Aggression in einem Land, das zwischen der Öffnung gen Westen und der strengen wahhabitischen Tradition zerrissen ist, beschwören Berg und Produzent Michael Mann, der seine deutliche Handschrift hinterlassen hat, mit Mut zur Grauschattierung und Unübersichtlichkeit.

Jedoch nur, um sich den Film später selbst kaputtzuschießen. Die Jagd nach dem Terrorscheich Al Hamzi gerät zur konventionellen, geradezu schwachsinnigen Action-Ballerei.



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INHALT

Nach einem verheerenden Bombenanschlag mit mehr als 200 Toten in einem US-Lager in Saudi-Arabien wird ein Team von vier FBI-Spezialisten um ihren Anführer Fluery vor Ort geschickt. Sie haben fünf Tage, um nach dem Drahtzieher des Attentats zu fahnden. Zunächst stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung. Doch als Fleury ihren Aufpasser, einen gewissenhaften Polizisten, vor dem saudischen Prinz gut aussehen lässt, wird der Grundstein für ein Vertrauensverhältnis gelegt. Die FBI-Leute wissen nicht, dass die Terroristen bereits eine neue Zielscheibe haben: Einer von ihnen soll entführt und vor laufender Videokamera enthauptet werden.
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