KRITIK

Open Water 2

Open Water 2 Der Film des deutschen Regisseurs Hans Horn sollte eigentlich `Adrift` heißen, hat aber wegen der ähnlichen Ausgangssituation zum Überraschungserfolg `Open Water`, einer minimalistischen Überlebens-Doku über zwei Taucher aus dem Jahre 2004, vom amerikanischen Verleih den Titel der Fortsetzung bekommen.

Der erste Spielfilm von Hans Horn ist ein typischer Low-Budget-Film, mit einem Drehbuch, das sich auf das Notwendigste beschränkt, und mit Darstellern, die sonst in Filmen mitwirken, die bestenfalls im Regal eines schlecht bestückten DVD-Verleihs verstauben. Ansonsten hat dieses mit zahlreichen Ungereimtheiten gepflasterte Werk nichts mit dem spannenden Vorgänger zu tun. Die Charaktere sind zu eindimensional, um eine Nähe zu ihnen aufzubauen, die Handlung ist zu unlogisch, um genügend Spannung zu erzeugen.

Viel spannender ist hier der Hintergrund zur Entstehung des Filmes: Sieben Jahre hat Regisseur Hans Horn nach seinem Kurzfilm „Easy Day“, in dem immerhin Franka Potente mitgespielt hat, in Hollywood verbracht. Außer einem zwischenzeitlichen Engagement in der Heimat (Regie für den TV-Thriller „Der Bunker“ für ProSieben) und einigen Videoclips ist dabei wenig herausgekommen. Inzwischen hat sich aber auch in Deutschland die Filmlandschaft verändert. Die Produzenten haben das Potential von kleinen Formelfilmen erkannt. Und genau so ein Formelfilm ist auch „Adrift“. So belanglos „Adrift“ oder beser „Open Water 2“ als Film ist, so interessant ist er als Produkt: Was an B- bis Z-Filmen lange Jahre fast ausschließlich aus den USA kam (und in den Nachtschienen der Privatsender endgelagert wurde), wird nun auch von Deutschland aus in die Welt geliefert. Zahlreiche internationale Filmverleiher sollen sich die Rechte an dieser kleinen Produktion bereits gesichert haben. Das ist doch auch schon mal was.



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INHALT

Sechs Freunde haben sich verabredet, ihr Wiedersehen und einen 30. Geburtstag auf einer Luxusyacht zu feiern. Man badet weit draußen im offenen Meer. Nur Amy bleibt an Bord bei ihrem Säugling, bis Dan sie mit ins Wasser reißt. Sie erleidet einen Schock und soll wieder auf die Yacht gebracht werden. Doch die Treppe ist zusammengeklappt und unerreichbar in zwei Meter Höhe. Panik breitet sich aus.
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