KRITIK

One Way

One Way Gibt es Gerechtigkeit auf der Welt? Aber nein! Ist Til Schweiger ein guter Schauspieler? War er nie, wird er nie! Alle Fragen, die im Kontext von Reto Salimbenis Selbstjustiz-Reißer relevant sind, wären damit beantwortet.

Til Schweiger, der den Film auch produziert hat, spielt der transatlantischen Ambitionen wegen einen New Yorker Creative Director namens Eddie, der in der deutschen Synchronfassung ganz wundervoll „Nee“, „Nö“ und „Ey, weiß auch nicht“ nuschelnd durch die Hochhausschluchten stapft. Eine Kollegin aus Eddies Werbeagentur wird eines Nachts brutal vergewaltigt. Der kreative Beau könnte ihr vor Gericht entscheidend helfen, schweigt aber aus Feigheit, weil der Beschuldigte zum einen der Sohn seines Chefs ist und zum anderen Fotos von Eddie beim Fremdgehen besitzt, die dessen Verlobter nicht gut gefallen würden.

Das wirklich miserabel zusammengeschluderte Drehbuch nimmt nun ein paar groteske, vollkommen unplausible Wendungen, die den Missetäter der Blutrache zuführen und Schweiger-Eddie hinter Gitter bringen. Diese Passagen sind, nebenbei, in der JVA Münster gedreht worden, worauf man, bei allem überbordenden Lokalpatriotismus, nicht wirklich stolz sein kann. Dieses gewaltgeile Videotheken-Hinterzimmer-Machwerk verdient lediglich das gerechte Vergessen.



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INHALT

Der New Yorker Marketing-Stratege und Frauenheld Eddie Schneider steht kurz vor dem Deal seines Lebens: die Hochzeit mit der Tochter seines Chefs und dem damit verbundenen Aufstieg in dessen renommierter Agentur. Doch noch bevor es zur Eheschließung kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Eddies Schwager Anthony vergewaltigt eine Mitarbeiterin. Der wird prompt verhaftet, verschafft sich aber ausgerechnet durch Eddie Entlastung, indem er den angehenden Ehemann mit kompromittierenden Fotos eines Seitensprungs erpresst. Das Resultat: Eddie leistet sich einen Meineid und Anthony kommt frei. Nachdem der Werbe-Profi erst seine zukünftige Frau und dann seinen Job verliert, wird plötzlich auch noch Anthony tot aufgefunden. Eddie droht nun eine lebenslange Haftstrafe.
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Eure Kritiken zu One Way

  1. Udo

    In der Tat ein Film, den die Welt nicht braucht. Das Drehbuch ist schlichtweg miseabel zusammen konstruiert, Til Schweiger spielt überambitioniert, der Rest ist nicht der Rede wert. Schnell vergessen!

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