KRITIK

Old Joy

Old Joy So ist das im Leben: Auch beste Freunde können erfahren, wie Lebenswege auseinanderdriften. Mark zum Beispiel hat Frau, bald Kind, und einen guten Job. Kurt dagegen, gespielt vom Folk-Sänger Will Oldham, hat all dies nicht.

Meist zieht er durch die Lande, dann aber lädt er seinen alten Kumpel zum Ausflug ein, tief in die Wälder, zu einer alten Heilquelle. Was Kelly Reichardts Film, der als einer der wichtigsten US-Independentfilme der letzten Jahre gilt, zeigt, ist dieser Ausflug: Man verfährt sich, zeltet auf einer Müllkippe, findet die Quelle. Was aber wirklich abläuft, erfährt man nur, wenn man die wenigen Sätze der beiden, ihre Gesten, Blicke genau zur Kenntnis nimmt.So idyllisch ruhig sich das Reiseziel im Wald ausnimmt, so zart das Wasser tropft und die Vögel zwitschern, so tieftraurig ist der Film auch. Denn er erzählt von einer Freundschaft, der die Basis entzogen wurde, von nichts Geringerem als dem Lauf der Dinge. Herausragend



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INHALT

Zwei langjährige Freunde, Mark und Kurt, verabreden sich zu einem Wochenendausflug in den Bergen. Sie versichern sich ihrer Freundschaft, sind aber in Wahrheit keine Freunde mehr. Zunächst verfahren sie sich völlig auf einsamen Waldwegen, und man glaubt schon, dass sie nie am Ziel ihrer Reise – einer heißen Quelle – ankommen. Der eine redet wenig, während der andere zum Beispiel seine Theorie, dass das Universum einem fallenden Tropfen gleicht, ausführlich erklärt. Am Ende scheint alles beim alten zu bleiben, doch kleine Zeichen deuten auf die Möglichkeit von Veränderung hin.
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