KRITIK

Old Joy

Old Joy Zwei Darsteller, eine Geschichte, eine Kamera. Brauch man mehr für einen guten Film? Die amerikanische Independent-Filmemacherin Kelly Richardt zeigt, dass auch ein Zwei-Personenstück auf der großen Leinwand funktioniert. Mit minimalistischen Mitteln erzählt sie vom Ausflug zweier Männer in ihren späten Dreißigern in eine wenig besungene amerikanische Natur, die Berge von Portland, Oregon. Es wird viel geredet, wenig erlebt, viel philosophiert und auch geschwiegen. Die beiden Freunde sind Kurt (Will Oldham), im Film ein zerzauster Vollbartträger, in Wahrheit ein begabter Singer-Songwriter der Neo-Folk-Bewegung und Daniel London, der gespielte Jugendfreund.

Der auf Festivals glänzend besprochene Film brauchte zwei Jahre, um einen deutschen Verleih zu finden. Und wer sich auf die nur 70minütige sehr einfache Parabel einlässt, hat mit Sicherheit einen der ungewöhnlichsten Kinofilme der letzten Zeit gesehen.



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INHALT

Zwei langjährige Freunde, Mark und Kurt, verabreden sich zu einem Wochenendausflug in den Bergen. Sie versichern sich ihrer Freundschaft, sind aber in Wahrheit keine Freunde mehr. Zunächst verfahren sie sich völlig auf einsamen Waldwegen, und man glaubt schon, dass sie nie am Ziel ihrer Reise – einer heißen Quelle – ankommen. Der eine redet wenig, während der andere zum Beispiel seine Theorie, dass das Universum einem fallenden Tropfen gleicht, ausführlich erklärt. Am Ende scheint alles beim alten zu bleiben, doch kleine Zeichen deuten auf die Möglichkeit von Veränderung hin.
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