KRITIK

Oh wie schön ist Panama

Oh wie schön ist Panama Janosch ist eine Marke: Aus Kinderbuchläden und TV-Nachmittagsprogrammen sind die Geschichten des Erfolgszeichners seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Aber trotzdem hat es knapp dreißig Jahre gedauert, bis seine bekannteste Bildergeschichte „Oh, wie schön ist Panama“ für die Kinoleinwand umgesetzt wurde.

Der Erfolg von Filmen wie „Der kleine Eisbär“ oder „Ferkels großes Abenteuer“ hat gezeigt, dass auch Kinoabenteuer für die Allerjüngsten noch funktionieren können – es muss ja nicht immer Murks dabei herauskommen wie „Felix 2“. Janoschs niedliche „Panama“-Suche wurde von Regisseur Martin Otevrel und der Story-Schmiede „Kidscripts“ inhaltlich allerdings etwas fotogener gezimmert: Der Weg des kleinen Bären, des kleinen Tigers und seiner Tigerente ins Bananen verheißende panamaische Paradies wurde etwa um einige Figuren und Gefahren ergänzt; im Gegenzug opferte man den Clou bei der finalen Rückkehr ins heimische Idyll.
Wie immer man zu solchen, tatsächlichen (oder vermeintlichen) kindlichen Sehgewohnheiten geschuldeten Änderungen auch stehen mag: Kindgerecht und süß anzusehen ist die nur 73 Minuten kurze Adaption allemal. Und die Prominenz der engagierten Sprecher stört ausnahmsweise mal nicht: „Tatort“-Kommissar Dietmar Bär spricht, Leib und Namen gemäß. schön grummelig den Bären, Anke Engelke („Findet Nemo“) verfeinert ihr Repertoire an Fischrollen, und Til Schweiger hat endlich seinen Traumpart gefunden. Er, der ja schon immer so klang wie ein krankes Comic-Tier, ist als Tiger nichts weniger als eine Offenbarung.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Eine angeschwemmte Holzkiste mit der Aufschrift `Panama`, die nach Bananen riecht, bewegt den kleinen Tiger und den kleinen Bären dazu, sich auf die Suche nach diesem geheimnisvollen Panama zu machen. Auf ihrer Reise gibt es viele Abenteuer zu bestehen und Bekanntschaften mit anderen Tieren zu machen. Tatsächlich finden die beiden schließlich das gesuchte Land. Aber tatsächlich wären sie viel lieber wieder daheim.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*