KRITIK

Notorious B.I.G.

Notorious B.I.G. Füllen 24 Jahre zwei Stunden? Andere Bio-Pics können aus dem Vollen schöpfen, aber Christopher Wallace, den die Welt als Rapper Notorious B.I.G. kannte, wurde nun mal früh erschossen. Und die Antwort lautet nein, Aufstieg und Fall dieses Schwergewichts der HipHop-Szene haben zu wenig dramatisches Potenzial, um formatgerecht zu interessieren. Zumal Regisseur George Tillman jr. das eigentlich Spannende, B.I.G.s mögliche Verstrickung in den Krieg zwischen Ost- und Westküsten-HipHop, dem Kollege Tupac Shakur zum Opfer gefallen war, kein bisschen erhellt.

Die Rapper-Legende mausert sich allmählich zu einem Subgenre der Biopics, und wenn einer kommt, der wie Curtis Hanson mit „8 Mile“ einen Blick von außen auf die Szene wirft und sich staunend an deren Energie berauscht, kann das durchaus erfrischend wirken. Tillmans „Notorious“ aber erzählt, wie zuvor „Get rich or die tryin’“, bloß die idealtypische bis stereotype Story vom Lausejungen, der es nach imageförderlicher Drogendealer-Karriere zum Hitparaden-Stürmer mit Street-Credibility bringt. Wir bekommen Christopher Wallace also als Kleinkriminellen vorgeführt, zudem als Muttersöhnchen, Rabenvater und Weiberhelden, erfahren aber nicht mehr über ihn, als auch seine Songs über die Sehnsucht nach Frauen und Geld verraten.



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INHALT

Zu Beginn der Neunzigerjahre hat sich Christopher Wallace in seinem Viertel in Brooklyn bereits einen Namen gemacht als Drogendealer und Zuhälter. Nach einem Gefängnisaufenthalt tut er sich mit dem ambitionierten Produzenten Puff Daddy zusammen und nimmt für ihn unter dem Namen The Notorious B.I.G. sein erstes Album auf, das sich als Sensationserfolg erweist. Wallace schließt Freundschaft mit dem bereits berühmten Westküsten-Rapper Tupac Shakur. Als Shakur in seinem Aufnahmestudio angeschossen wird, gibt er B.I.G. die Schuld. Ein wilder Krieg beginnt.
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