KRITIK

Noobs – Klein aber gemein, Die

Noobs - Klein aber gemein, Die Ein wenig fühlt man sich in die 80er Jahre zurückversetzt, als sich im Kino der Reagan-Ära all die herzigen Kinderabenteuer-, Fantasy- und Knuddel-Alien-Filme für die ganze Familie tummelten, von „E. T.“ über „Cocoon“ bis hin zu den „Goonies“.

Den Geist dieser Genre-Klassiker will wohl auch der neue Film von John Schultz („The Honeymooners“) atmen. Allein: Die wirklich guten Ideen fehlen ihm ebenso wie überzeugendes Personal oder gar sehenswerte Spezialeffekte. Weder vermag die zielgruppenstrategisch eingekaufte „High School Musical“-Zicke Ashley Tisdale in einer sehr nervigen Nebenrolle (sangesfrei) zu triumphieren, noch steht zu vermuten, dass ein Publikum jenseits des 13. Lebensjahres irgendein entferntes Interesse für die läppische Handlung aufbringen könnte.

Es geht um Außerirdische auf dem Dachboden eines Ferienhauses, die aus unerfindlichen Gründen im deutschen Titel „Noobs“ heißen. In diesem Haus ist die Familie Pearson mit drei widerwilligen Kindern, deren drei Cousins sowie dem schleimigen Freund der ältesten Tochter (Tisdale) gerade angekommen, als die Kids schon die Welteroberungspläne jener kleinen, grünen Aliens entdecken: Die glubschäugigen Froschviecher, die aussehen, als seien sie für einen Werbespot animiert worden, können zwar Erwachsene zu ferngesteuerten Zombies machen, doch Minderjährige widerstehen dem bösen Zauber. Daher müssen der stets unterschätzte Sohn Tom und seine verwandten Mitstreiter nun den Kampf eröffnen.

Der bleibt natürlich ebenso harmlos wie der ganze Film, in dem höchstens mal eine zur Martial-Arts-Prüglerin umgesteuerte Omma für zahme Lacher sorgt, ansonsten aber die üblichen Coming-of-Age-Konflikte regieren. Das Kinder-Abenteuer-Genre hat auch in den letzten Jahren jenseits von Potter oder Narnia Empfehlenswertes zustande gebracht (zum Beispiel „Zathura“); die „Noobs“ gehören nicht dazu.



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INHALT

Eine Familie verbringt ihren Urlaub in einem Haus am See. Schon sehr bald wird den Kindern klar, dass sie nicht die einzigen Bewohner des alten Hauses sind, als sie auf vier Noobs, die sich auf dem Dachboden tummeln, treffen.
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