KRITIK

Noch tausend Worte

Plakat zum Film Noch tausend WorteSein humoristisches Talent ist beinahe einmalig. Er war und ist der einzige „Beverly Hills Cop“. Bei „Der Prinz aus Zamunda“ (1988) oder „Bowfinger“ (1999) hat man Tränen gelacht. Und heute? 40 Filme später? Augenbraue hoch und durch… Willkommen auf Eddies Resterampe: Die „neue“ Komödie mit Eddie Murphy kommt direkt aus dem Giftschrank ins Sommerlochkino, Jahre nach den Dreharbeiten. Wer Murphys Karriere zuletzt verfolgen musste, der hat schon viel erlitten, die Zusammenarbeit mit Regisseur Brian Robbins brachte stets die schlimmsten Ergebnisse hervor: „Norbit“ oder „Dave“ spuken noch heute durch die Fieberträume derjenigen, die sie sahen.

Jetzt aber, so geht der Gag des Drehbuchs, soll Eddie Murphy schweigen: Weil er es sich als schwatzhaft-verlogener Literaturagent mit einem indischen Eso-Guru verscherzt, wächst hinter seinem Haus ein magischer Baum, der mit jedem von Jack gesprochenen Wort ein Blatt verliert. Ist das Gestrüpp kahl, fällt Jack tot um. Die Folge: Murphy kaspert fortan grimassierend und Laute hervorgrunzend durch das dümmliche Szenario, so witzlos, dass es schmerzt. Als mittelalterlicher Hofnarr wäre er spätestens jetzt zum Stadttor hinausgejagt worden. Szene aus dem Film Noch tausend WorteMit Regisseur Bian Robbins drehte Murphy bereits „Beverly Hills Cop“ und „Der verrückte Professor“. Eine Zusammenarbeit mit Erfolgsgarantie. Eigentlich. Gäbe es da nicht das unausgereifte Drehbuch von Steve Koren (Bruce Allmächtig), das Murphy in zwei Zuständen präsentiert: Redegewandt wie gehabt und ohne Worte wild gestikulierend. Das ist alles wahrlich ohne Worte und sollte man besser auslassen.

  

 



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INHALT

Jack McCall (Eddie Murphy) ist ein Literaturagent, der bisher noch jeden Deal abgeschlossen hat. Doch nun ist er an den falschen Mandanten geraten. Nachdem er versucht hat den Guru Dr. Sinja über's Ohr zu hauen, spriest plötzlich ein magischer Baum in seinem Hinterhof, der bei jedem Wort, das Jack spricht ein Blatt verliert. Und wenn der Baum sein letztes Grün verloren hat, ist nicht nur die Pflanze hinüber, auch Jack wird das Zeitliche segnen...
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Eure Kritiken zu Noch tausend Worte

  1. Manni

    Eddie Murphy ist in der Tat ein begnadeter Comedian. Nur die ewig gleiche Masche und das Grimassieren nervt wirklich so langsam. Die einzige Entschuldigung ist wohl, dass es nur durchschnittliche Angebote für den großartigen Komiker gibt. Schade!

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