KRITIK

Nightmare on Elm Street, A

Nightmare on Elm Street, A Neuauflage hin, Prequel her. Freddy Krueger, was ist aus Dir geworden? Einstmals warst Du der Inbegriff des Horrorkinos der 80er Jahre. Der spätere „Scream“-Schöpfer Wes Craven hat Dich erfunden und mit „A Nightmare on Elm Street“ 1984 einen Klassiker hingelegt. Weil Dich hysterische Einwohner Deiner Kleinstadt in Deinem Heizungskeller verbrannten, kehrtest Du wieder als Spuk in den Alpträumen derer Kinder. Nur dort konntest Du sie töten, und obgleich sich die Teenies durch löffelweises Verspeisen von Kaffeepulver vorm Einschlafen drücken wollten, hast Du die meisten doch erwischt. Eine ganze Generation hat sich vor Dir gegruselt, Du Narbengesicht im Ringelpulli, Hakenhand mit
Schlapphut.

Achtmal durftest Du wiederkehren, nicht immer war das toll, aber meistens immerhin selbstironisch. Und jetzt? Da kommt dieser Krawumm-Produzent Michael Bay mit seiner Firma Platinum Dunes daher und dreht Deinen ersten Leinwandauftritt einfach noch einmal neu, so wie schon das „Kettensägenmassaker“ und „Freitag der 13.“, mit viel Action, aber ohne Spannung, in hektischem Tempo, aber ohne sardonischen Witz.

Michael Bay stempelt Dich zum pädophilen Schänder, nimmt Dir also Dein Geheimnis und betreibt öde Schwarzweißmalerei. Neues ist ihm und seinem Regie-Sklaven Samuel Bayer nicht eingefallen, die besten Szenen sind direkt aus dem Original übernommen. Deine Opfer sind nicht mehr aufstrebende Jungstars wie Johnny Depp, sondern No-Names ohne Talent. Und Dich selbst spielt jetzt auch ein anderer, „Watchman“ Jackie Earle Haley. Er ist gut, aber Du bist nicht zu retten. Bitte, Freddy, segne das Zeitige. Ein Reboot braucht keiner und in dieser Weise erzählt, braucht Dich auch keiner.



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INHALT

Eine Gruppe Vorstadtjugendlicher wird in ihren nächtlichen Träumen von dem entstellten Mörder Freddy Krüger heimgesucht. Was sie dort erleben, wirkt sich aber nicht nur auf ihre Träume aus: Wenn sie aufwachen, haben sie Verletzungen. Solange sie wach bleiben, können sie einander beschützen, doch sobald sie einschlafen, befreien sie das Monster, dessen Markenzeichen Verbrennungsmale im Gesicht und eine aus Klingen bestehende Hand sind. Gemeinsam suchen sie nun nach einer Möglichkeit, Freddy Krüger zu bekämpfen und dem Albtraum ein Ende zu bereiten.
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Eure Kritiken zu Nightmare on Elm Street, A

  1. Christian

    Ein Reboot einer erfolgreichen Reihe sollte meiner Meinung nach einen neuen Ansatz wählen. Hier leider Fehlanzeige. Regisseur Samuel Bayer zeigt sich verliebt in seine Hauptfigur, die Jackie Earle Haley (Watchmen) überzeugend verkörpert, doch die Geschichte selbst bleibt unangetastet und damit glanzlos. Ein überflüssigws Remake.

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