KRITIK

Next

Next Mitte der 1990er Jahre galt der Neuseeländer Lee Tamahori als aufstrebender Star-Regisseur. Da hatte er mit „Die letzte Kriegerin“ ein sensationelles Debüt hingelegt. Später war er dann sogar mal Bond-Regisseur. Doch dann kam dieser Sexskandal mit dem Strichjungen dazwischen, der sich als Polizist entpuppte. So etwas wird in Hollywood bestraft: Jetzt muss er wieder zweitklassigen Actiontrash drehen wie „Next“, ein kurioses Unikum aus aufgemotzter Science Fiction, altmodischem Krimi und schlechtem Schauspiel.

Nicolas Cage chargiert ungehemmt durch den Film, diesmal als Westentaschenmagier in Las Vegas, der immer genau zwei Minuten in die Zukunft blicken kann, eine Fähigkeit, die ihm vor allem beim Glücksspiel nutzt. Mit der Obrigkeit will er nichts zu tun haben. Als dann aber grimmige, meist deutsch sprechende Terroristen – aus offenbar uninteressanten Gründen – Los Angeles in die Luft zu jagen drohen, will eine kühle FBI-Agentin (Julianne Moore) den Genervten endlich gewaltsam in Staatsdienste zwingen.

Der Clou der begrenzten Voraussicht ist nicht ganz neu, basiert auf einer Novelle des „Blade Runner“-Autors Philip K. Dick und sorgt am Anfang sogar für ordentlich Spannung, bis diese sich aber in immer kruderen Absurditäten verliert. Die Szenen mit Cage und seinem Liebchen (Jessica Biel) berühren eher peinlich, und Thomas Kretschmann als Terrorist ist indiskutabel. Am lachhaften Ende dieser reichlich windigen Produktion meint man, ein ramschiges B-Picture gesehen zu haben und nicht das neue Werk eines Bond-Regisseurs.



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INHALT

Chris Johnson hat eine erstaunliche Fähigkeit: Er kann für einige Minuten in die Zukunft blicken. Dies bleibt natürlich nicht lange unentdeckt. Auch das FBI versucht seiner habhaft zu werden. Auf ihn wird die Regierungsagentin Callie Ferris angesetzt mit der Aufgabe diese um jeden Preis zu finden. Die US-Regierung benötigt nämlich Johnsons besondere Gabe um einen terroristischen Anschlag in Los Angeles abzuwehren.
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Eure Kritiken zu Next

  1. Damir

    Durchschnittlicher Thriller. Gute Story, mäßige Umsetzung. Mit schlechten Dialogen, trotz der guten Darsteller. Ein Film für die DVD, nicht für´s Kinno.

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