KRITIK

Nathalie küsst

Plakat zum Film Nathalie küsstAudrey Tautou, die bezaubernde Französin mit dem kindlichen Charme, die ewige „Amélie“: Sie kommt einfach nicht raus aus der Rolle der süßen, leicht verpeilten, etwas schüchternen Super-Französin. Auch in „Nathalie küsst“ muss sie wieder niedlich sein, und wer nur deshalb ins Kino will, der macht alles richtig. Der Plot einer jungen Witwe, die sich obsessiv ins Arbeitsleben, sprich ins Büro-Dasein stürzt und von der Liebe, dieser verwundbar machenden Institution, nichts mehr wissen will, basiert auf einem Roman, den Regiedebütant David Foen­kino selbst geschrieben hat. Er lässt seine Nathalie, für die nur noch Arbeit zählt, eines Tages den nächstbesten „Untergebenen“, einen männlichen Kollegen, abknutschen.

Szene aus dem Film Nathalie küsstUnd das tut sie halb im Affekt und meint es gar nicht so. Zumal der Geküsste (gut: Francois Damiens aus „Nichts zu verzollen“) ein ungelenker Schwede im drögen Outfit ist und niemand das Paar, das sich jetzt langsam fügt, für möglich halten würde. Dass es dennoch so kommt, ist klar, und Foen­kino erzählt das solide herunter. Was nicht passt, wird passend gemacht. Ein bisschen traurig, ein wenig lustig. Immerhin gibt es einige schön linkische Momente. Der Rest aber gehört ausschließlich den Tautou-Fans.

  



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INHALT

Es ist Liebe auf den ersten Blick als sich Nathalie (Audrey Tautou) und François (Pio Marmai) zum ersten Mal in einem Café begegnen. Beide haben nicht viel Geld, schaffen es aber, sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Als François Nathalie bittet, ihn zu heiraten, scheint das Glück perfekt. Doch drei Jahre nach ihrer Hochzeit wird François beim Joggen von einem Auto angefahren und getötet. Nathalie vergräbt sich daraufhin in ihrer Arbeit und lässt niemanden an sich heran. Als sich ihre Umwelt schon daran gewöhnt hat, dass Nathalie nicht mehr aus sich herauskommt, fällt sie eines Tages dem unscheinbarsten Mann ihrer Firma um den Hals und küsst ihn leidenschaftlich. Markus (Francois Damiens) verliebt sich Hals über Kopf in Nathalie, doch diese will von dem Kuss - und auch von Markus - nichts mehr wissen.
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