KRITIK

Murder in the First – Lebenslang in Alcatraz

Murder in the First - Lebenslang in Alcatraz Ein Film, den man nicht so schnell wieder vergisst.
Marc D. Rocco hat mit „Murder in the First“ ein aufwühlendes und packendes Gerichts- sowie Gefängnis-Drama inszeniert, das die Hintergründe zur Abschaffung der Isolationshaft in den USA beleuchtet.
Die grandiosen Darsteller, ein immens intensiv agierender Kevin Bacon, sowie Christian Slater und Gary Oldman, der hier wie fast immer eine Glanzleistung abliefert, können auch in diesem grandiosen Schauspielerkino überzeugen.

In erster Linie die ausgefeilten Dialoge, die Umsetzung des Drehbuchs, das auf Zeitzeugenberichten beruht, werden durch ausdrucksstarke Bilder kompensiert. Sie sorgen dafür, dass die Spannung den ganzen Film über durchhält. Ebenso die Folterszenen, die vielen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben, sind nichts für sanfte Gemüter.

Alles in allem ist Marc D. Rocco ein absolut sehenswerter Film gelungen, der unter die Haut geht.



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INHALT

Nach einem Diebstahl von fünf Dollar, wird der junge Henri Young 1938 auf die berüchtigte Gefängnisinsel Alcatraz inhaftiert. Er riskiert einen Ausbruch, wird aber von einem Mithäftling verraten. Young wird geschnappt und von dem sadistischen, stellvertretenden Gefängnisdirektor Glenn (Gary Oldman) in Einzelhaft gesteckt. Drei Jahre Isolationshaft in einem nassen Kellergewölbe, nackt bei Wasser, Brot und vollkommener Dunkelheit, brechen den jungen Mann schließlich. Der einzige Kontakt ist der Gefängnisdirektor Glenn, der seine sadistischen Neigungen mit Folter frönt.

Als Henri Young die Isolationshaft verlassen darf, ersticht er am ersten Tag seinen vermeintlichen Verräter im Speisesaal. Daraufhin droht ihm die Todesstrafe in der Gaskammer. Ihm wird der unerfahrene Pflichtverteidiger James Stamphill zur Seite gestellt. In einen aufwühlenden Gerichtsprozess versucht Stamphill die Geschworenen davon zu überzeugen, das Henri Young erst durch die Unmenschlichkeit und Brutalität in Alcatraz zum Mörder wurde. Nunmehr steht nicht nur Henri Young vor Gericht. Sondern auch die Institution Alcatraz, dass durch seine grausamen und unmenschlichen Haftbedingungen gegen die Menschenrechte verstößt.
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