KRITIK

Mr. Deeds

Mr In den Vereinigten Staaten existiert bereits seit Jahrzehnten ein hochgeheimes Propaganda-Programm zur Feier der amerikanischen Kleinstadt. Viele Bürger ahnen selbstverständlich, dass die vermeintlich verschlafenen Provinznester in erster Linie Brutstätten von Rassismus und Satanismus sind und würden lieber in die Großstadt abwandern. Da die Metropolen jedoch überquellen, werden seit den frühen Tagen des Kinos Blendwerke gedreht, die ein zuckersüßes Bild vom edlen Hinterwäldlerdasein zeichnen.
In den 30ern war besonders Frank Capra für derlei herzliche Erbauungs-Märchen verantwortlich, wobei solche Klassiker wie „Ist das Leben nicht schön?“, „Mr. Smith geht nach Washington“ und „Mr. Deeds geht in die Stadt“ entstanden, in denen tapfere Primitive gegen die Unmoral kämpfen.
So einfältig diese Filme heute auch erscheinen mögen, so zauberhaft gutgläubig wirken sie andererseits. Vor allem aber eignen sie sich aufgrund ihres zeitbedingten Charmes nicht für Remakes. Was jedoch den Regisseur Steven Brill und seinen Hauptdarsteller Adam Sandler nicht davon abhielt, eine Neuauflage des „Mr. Deeds“ zu wagen.
Uninspiriert, geistlos und witzfrei wird in der Folge die Unschuld vom Lande gepriesen, keinen Hauch von Esprit lässt das armselig aktualisierte Drehbuch übrig. Winona Ryder lächelt sich verlegen durch ihre Nebenrolle als fiese Reporterin, die ihre Gefühle für den Grinse-Kasper entdecken muss. Und Sandler liefert das stärkste Argument, Kleinstädte weiträumig zu meiden. Patrick Wildermann



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INHALT

Nachdem der Medien-Mogul Preston Blake gestorben ist, entpuppt sich ausgerechnet Pizzeria-Besitzer Longfellow Deeds als dessen Alleinerbe.
Von einem Tag auf den anderen ist der gutmütige und stets freundliche Deeds 40 Milliarden Dollar reicher! Zum ersten Mal in seinem Leben verlässt Deeds deshalb sein idyllisches Heimatdorf Mandrake Falls und fliegt mit dem skrupellosen Geschäftsführer des Blake-Imperiums Chuck Cedar nach New York. Hier will Cedar den frisch gebackenen Milliardär nach allen Regeln der Kunst über den Tisch ziehen und um seinen Aktienanteil erleichtern. Doch Deeds ist nicht so leicht zu manipulieren, wie Cedar dachte: Das naive Landei mischt die High Society der Millionenstadt mächtig auf, verbreitet mit seinem eigentümlichen Verhalten reichlich Chaos und verliebt sich obendrein in die liebenswürdige Schulkrankenschwester Pam – nicht ahnend, dass Pam in Wirklichkeit Babe heißt, eine ehrgeizige Reporterin ist und sich sein Vertrauen nur mit einem miesen Trick erschlichen hat.
Doch zum Glück findet er auch echte Freunde in der großen Stadt, vor allem sein unglaublich flinker und zugleich verschrobener Butler Emilio hilft ihm, sein Herz am rechten Fleck zu behalten. Hier der Trailer...
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Eure Kritiken zu Mr. Deeds

  1. Sneaker

    300ste Sneak Preview in Münster.. hat Spass gemacht, war nett anzusehen, ein unterhaltsamer Adam Sandler Film..

  2. Batgirl

    Wie immerAdam Sandler ist einfach nicht meine Welt – seine merkwürdigen Gesichtsausdrücke langweilen gewaltig.

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