KRITIK

Mr. Brooks – Der Mörder in Dir

Mr Der Held hat ein Laster: Er tötet Menschen. Hinter der Fassade des erfolgreichen Unternehmers, der eine reizende Frau und eine Tochter im College-Alter hat, lauert die geballte Schizophrenie eines „American Psycho“. Mr. Brooks (Kevin Costner) besucht zwar Selbsthilfegruppen, was an die bizarr-komischen Momente aus David Finchers „Fight Club“ erinnert, doch seine dunkle Seite, die sich Marshall nennt und von einem herrlich irrlichternden William Hurt verkörpert wird, treibt ihn zu einem berühmten „letzten Mal“.

Die Wahl fällt auf ein Liebespaar, das Brooks zuvor ausspioniert hat. Doch trotz der ihm eigenen Präzision unterläuft ihm diesmal ein fataler Fehler – er wird beobachtet. Der junge Zeuge Mr. Smith (Dane Cook) will jedoch nicht zur Polizei gehen, sondern vielmehr selbst das Töten lernen.

Nicht zuletzt dank des nuancierten Spiels von Kevin Costner, der nach „A Perfect World“ zum zweiten Mal einen Mörder spielt und dem man eine solche Leistung nach einer Reihe grotesker Flops kaum mehr zugetraut hätte, ist dieser Neo-Noir-Thriller von Bruce A. Evans ein Vergnügen. So sehr der Plot, in den noch eine von Demi Moore gespielte Polizistin verwickelt wird, im Fortgang aus dem Ruder zu laufen droht – Evans erzählt mit bösem Witz von der Nachtseite des amerikanischen Erfolgsmodells.



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INHALT

Der erfolgreiche Geschäftsmann Earl Brooks ist gerade zum Philanthrop des Jahres gekürt worden und gilt als vorbildlicher Familienmensch, der seiner Frau Emma und Tochter Jane liebevoll verbunden ist. Niemand ahnt, dass nachts sein verborgenes Alter Ego Marshall das blutige Zepter übernimmt - als gewiefter Serienmörder. Just als Polizistin Atwood seine Spur aufnimmt, knipst ihn ein Fotograf auf frischer Tat und erpresst ihn.
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Eure Kritiken zu Mr. Brooks – Der Mörder in Dir

  1. Manni

    Guter Film mit einem überzeugenden Kevin Costner.

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