KRITIK

Mother´s Day – Liebe ist kein Kinderspiel

Bild (c) NFP Filmmarketing.

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Na klar – de mortuis nil nisi bene, über die Toten nur Gutes. Und es stimmt ja auch, dass der am 19.06.2016 verstorbene Garry Marshall mit „Pretty Woman“ einen echten Klassiker und nebenher noch eine ganze Reihe anderer guter Komödien und Romanzen und Romanzenkomödien fürs Kino und fürs Fernsehen gedreht hat. Trotzdem: „Mother´s Day“, der letzte Film des Ausnahme-Regisseurs, ist eine Gurke.

Wie schon zuletzt in seinen ebenso prominent besetzten und ebenso wenig gelungenen Feiertags-Episodenfilmen „Valentinstag“ und „Happy New Year“ verwebt Marshall fünf locker miteinander verbundene Einzelgeschichten ineinander, um sie am Ende in einer schier endlosen Versöhnungsorgie in allgemeines Wohlgefallen zusammenschrumpeln zu lassen. Im Zentrum des hoffnungslos klischeestrotzenden Geschehens steht diesmal das Thema Mutterschaft.

Julia Roberts (von Marshall einst entdeckt) spielt etwa eine Shoppingkanal-Moderatorin, die plötzlich ihre einst zur Adoption freigegebene Tochter wiedertrifft. Diese ist inzwischen selbst Mutter, weshalb die 48-jährige Roberts hier überraschenderweise in ihrer ersten Oma-Rolle zu sehen ist.

Kate Hudson („Wie werde ich ihn los in zehn Tagen?“) gerät mit ihren rassistischen, aber natürlich trotzdem drolligen Eltern aneinander, und „Friends“-Star Jennifer Aniston kämpft, im am wenigsten vergeigten Handlungsstrang, als alleinerziehende Mutter gegen ihre Eifersucht und um die Gunst ihrer Söhne. Leider ist all dies weder wirklich witzig noch spannend noch auch nur ansatzweise relevant. Und der Muttertag ist ohnehin schon vorbei.

 

 

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