KRITIK

Mord nach Plan

Mord nach Plan Ein sehr guter Krimi zeichnet sich durch interessante Charaktere, eine gute Story, einen exzellente Spannungsbogen und wünschenswerter-weise auch durch Überraschungen aus. Nun kann man von einer Geschichte, die schon vom Altmeister aller Triller in „Ein Cocktail für eine Leiche“ verfilmt wurde, nicht mehr unbedingt Überraschungen erwarten, aber ein wenig mehr Stringenz hätte diesem Film ganz gut getan.

Sandra Bullock als traumatisierte Polizistin, gezeichnet von physischen und psychischen Narben, spielt hier durchaus zufriedenstellend gegen ihr Image an – abgesehen von einigen klischeebeladenen Ausrutschern, wenn sie z.B. machohaft ihren neuen (Sex-)Partner Sam nach dem vollzogenen Akt ihres Bettes verweist. Des Weiteren glänzen die beiden jugendlichen Killer Goslin und Pitt durch ihr facettenreiches Katz- und Mausspiel, doch leider müssen sie schließlich all zu dumme Fehler machen. Barbet Schroeder („Die Affäre der Sunny von B.“, „Weiblich, ledig, jung sucht..“) konnte sich anscheinend nicht entscheiden, denn wo er zu viel Wert auf psychologische Zusammenhänge und seelischen Abgründe legt, leidet der Spannungsbogen erheblich.

Als Hitchcock-Hommage gänzlich gescheitert, aber als Unterhaltung erträglich, wird wohl die Sandra Bullock Fangemeinde auf ihre Kosten kommen.



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INHALT

Justin Pendleton und Richard Haywood sind zwei Jungs von der Highschool, die auf den ersten Blick nichts wirklich gemeinsam haben. Richard ist der „coole Junge“, während Justin als Depp der Schule durchs Leben stolpert. Doch bald wird deutlich, dass sie nicht nur Cleverness und Reichtum verbindet, sondern vor allem eine gemeinsame philosophische Weltanschauung, wenn es um Recht oder Unrecht geht.

Getrieben von Arroganz und Selbstüberschätzung beschließen sie aus purer Langeweile den scheinbar perfekten Mord. Ein willkürlich gewähltes Opfer und falsche Indizien führen die Polizei wie geplant in die Irre und während die Beiden noch amüsiert die hoffnungslosen Recherchen der Polizei beobachten, wird die Polizistin Cassie Mayweather immer misstrauischer...
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Eure Kritiken zu Mord nach Plan

  1. Beate

    08/15Sandra Bullock spielt ganz gut, Ben Chaplin ist in dieser Rolle sicher etwas unterfordert, das Thema ist interessant, aber die Umsetzung eher durchschnittlich. Zwei Teenager planen den perfekten Mord und die Polizei kommt ihnen auf die Schliche. Beide kriegen es mit der Angst zu und am Ende wird gezeigt, wer von ihnen der wirkliche Mörder war…Besonders gestört hat mich die Parallelhandlung von S.Bullock, in der es darum geht, dass sie selbst einmal Opfer eines Verbrechens war. Das erklärt sicher, warum sie Polizistin ist und keinen Mann an sich ran läßt – aber dadurch wird alles für den Zuschauer vorhersehbar und langweilig. Am Ende bleibt man enttäuscht im Kinosessel sitzen, weil man bis zum Schluß doch noch gehofft hat, dass irgend etwas unvorhersehbares passiert…

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