KRITIK

Mitten ins Herz – Ein Song für Dich

Mitten ins Herz - Ein Song für Dich Es hätte ein böses Ende nehmen können mit Alex Fletcher. In den 80ern war er ein Star, Sunnyboy und zweiter Liebling der Schmuse-Combo „PoP!“ Aber dann zerbrach die Band, und während der Leadsänger eine kometenhafte Solokarriere hinlegte, verkümmerte Alex` erstes eigenes Album als Hit-Gift in den Regalen. Geld weg, Wohnung weg. Aus und vorbei. Wäre nicht sein ihm treu gebliebener Manager irgendwann auf die Idee gekommen, den vergessenen Klienten für einen Nostalgie-Auftritt beim Erntedankfest zu buchen. Da waren Fletchers Fans wieder. Älter geworden wie er.

Seitdem tingelt der Single von Vergnügungspark zu Ehemaligentreffen, tanzt in zu engen Hosen und lebt ganz ordentlich vom Ruhm der vergangenen Ära. Sicher, es gibt Nadelstichtage. Wenn ihm zum Beispiel ein Auftritt bei der Show „Battle of the 80s-Has-Beens“ angeboten wird, wo er sich mit anderen Ex-Promis ums Rampenlicht prügeln soll. Aber das lässt sich verschmerzen.

Nein, Regisseur Marc Lawrence erzählt keine Schicksalsgeschichte, keine böse Satire. „Music and Lyrics“ (Originaltitel) will an die Seele des Pop glauben, an die weltversöhnende Kraft des Kitsches und an zweite Chancen. So wird Alex vom derzeit angesagtesten Pop-Sternchen Cora, einem Britney-Spears-Lookalike im Minihöschen, angeboten, einen Hit für sie zu schreiben. Das Problem ist nur, dass Alex noch nie texten konnte. Doch just zur rechten Zeit schneit die Pflanzenpflegerin Sophie (Drew Barrymore) in sein Leben, aus der die Texte nur so sprudeln.

Die sich anbahnende Pop-Romanze ist dabei durchaus liebenswert, zumal Grant mit elegant-ironischer Gleichgültigkeit agiert und Barrymore mit sympathischer Schusseligkeit spielt. Mal abgesehen davon – schon das Herzschmerz-Video der fiktiven „PoP“-Gruppe lohnt den Film.



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INHALT

15 Jahre nach Auflösung seiner Hit-Band "Pop" tingelt Alex über zweitklassige Bühnen. Das mögliche Comeback, das ihm Teenidol Cora mit einem Duett offeriert, stellt Alex vor ein Problem. In wenigen Tagen soll er für Cora einen Song schreiben. Musikalisch ist das zu meistern, textlich aber nicht. Wie schön, dass Sophie in sein Leben tritt, die gut mit Texten, Gefühlen und auch mit Alex umgehen kann.
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Eure Kritiken zu Mitten ins Herz – Ein Song für Dich

  1. Unbekannt

    ..ui, wie schön! viel besser, als man aufgrund des posters und des titels vermuten mag. macht richtig spaß – auch die POPmusik 🙂

  2. Danita

    Schon und nett und teilweise echt rührend. Der ideale Film für schlechtes Wetter. Bringt Sonne in die Herzen.

  3. Udo

    Hier stimmt die Chemie zwischen den Hauptdarstellern spürbar. Zudem wurden ihnen keine kitschigen Dialoge in den Mund gelegt, was den Film zu einem wirklichen Genuss macht.

  4. Karthasis

    Eine Perle aus dem Genre der Romantic Comedy. Dank der guten Chemie und dank der guten, klasse spitz geschliffenen Dialoge. Lohnt sich wirklich…

  5. Onur

    Völlig zurecht wird dieser Film aus der Masse an Romantikkomödien hervorgehoben. Eine echte Perle… Schön, dass es noch solche „Gute-Laune“-Filme gibt.

  6. Wolfram

    Ach wie schön! Grant und Barrymore: Das passt. Wohl auch weil Frau Barrymore auch im wahren Leben auf Musiker steht. Doch am nächsten tag hat man(n) den Film schon wieder vergessen. Kurze, nette Unterhaltung mit flotter Musik.

  7. Christian

    Freitagabend, angenehmes Wetter, genau der richtige zeitpunkt für eine romantische komödie. Diese hier überzeugt durch ihre guten, geschliffenen dialoge, das perfekte timing der gags und die stimmige chemie zwischen den hauptdarstellern. ein kinobesuch, der sich gelohnt hat.

  8. MaRo

    Klasse Film – Der Hochzeitstag im Kino
    war sehr schön

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