KRITIK

Midsummer Madness

Midsummer Madness In Lettland ist der Johannistag der größte Feiertag überhaupt. In der Mittsommernacht ist der Teufel los. Rituale überall, Feuersprünge, Nacktbaden. In der kürzesten Nacht des Jahres ist es normal, verrückt zu spielen.

Weniger verrückt ist dieser österreichischbritisch-lettische Europudding, ein Ensemblestück mit prominenten Darstellern, das Humor mit Klamauk verwechselt und beweist, dass, wenn man die Coens, Kaurismäki, Jarmusch und ein wenig Kusturica zusammenquirlt, nichts herauskommt, was einem dieser Regisseure gerecht würde.

In fünf Handlungssträngen, die sich am Ende treffen, aber nichts miteinander zu tun haben, macht etwa Detlev Buck krumme Deals, sucht ein Ami seine Halbschwester (Birgit Minichmayr) und will eine Französin („Pulp Fiction“-Nymphe Maria de Medeiros) mit einem erblondeten Tobias Moretti ihren Gatten beerdigen.

Hinzu kommen eine sexsüchtige Stewardess und verklemmte Feuerwehrmänner. Punktuell gelungene Gags können den Film nicht tragen, Langeweile kommt auf. Den Garaus macht Alexander Hahns Inszenierung die deutsche Synchro, die die internationalen Sprachunterschiede einebnet.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Curt, ein junger Amerikaner auf der Suche nach seiner Halbschwester, ist bei seiner Ankunft in Riga zunächst wenig begeistert von einem "Midsummer" feiernden Land. Ein skurriler Taxifahrer und viele weitere neue Bekanntschaften sind jedoch nur der Beginn einer aufregenden Nachtreise ...
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*