KRITIK

Mensch Dave!

Mensch Dave! Ein Eddie kommt selten allein, heißt es in Hollywood. Denn dass Eddie Murphy in Mehrfachrollen auftritt, ist Standard, in „Der Prinz aus Zamunda“ ebenso erprobt wie in „Der verrückte Professor“ nebst Fortsetzung. In seiner Komödie „Mensch, Dave!“ spielt der Mann nun ein Raumschiff in Eddie-Murphy-Gestalt und den winzigen Kommandeur desselben, der in der Schaltzentrale im Kopf sitzt und die unheimlichen Begegnungen der menschlichen Art bewältigen muss. Denn er und die anderen Aliens, die in der Murphy-Maschine unterwegs sind, besuchen die Erde, um mit Hilfe eines Meteoriten das Meerwasser zu stibitzen, freilich nur, um ihre Heimat zu retten.

Wenn man bereit ist, davon abzusehen, wie abstrus dieser Außerirdischen-Plot ist, zu dem sich später noch ein Roboter-trifft-Witwerin-Strang gesellt, kann man über manche Situation doch lachen. Mit welch absurd-künstlicher Mimik das Eddie-Raumschiff irdische Umgangsformen zu lernen versucht, ist jedenfalls nicht ohne Witz – und Murphy zeigt dabei sein unverblühtes Talent.

Originell indes wirkt Brian Robbins` Film zu keiner Sekunde. Die Idee, den Körper als Maschine zu zeigen, in dem kleine Arbeiter in verschiedenen Abteilungen schuften und die Verdauung und den ganzen Rest im Kommando-Ton regeln, kennt man so ähnlich aus Woody Allens „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten“ – und Allen war als melancholisches Spermium lustiger als Eddie Murphy in seiner Kopfkapitänrolle.



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INHALT

So ungelenk, wie Dave Ming Chang durch die Straßen New Yorks stolpert, ahnt jeder, dass er noch nie in der Stadt war. Das ist nur die halbe Wahrheit: Dave ist kein Mensch, sondern ein Raumschiff, gesteuert von einer Crew kleiner Aliens. Ihr Captain sucht auf diese Art nach einem Stein, den sein Planet zum Überleben braucht. Bis sich Dave verliebt: In die schöne Gina, die dem komischen Vogel zu Hilfe eilt.
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