KRITIK

Men in Black 3

Plakat zum Film Men in Black 3Wenn ikonisch gewordene Filmhelden wie die „Men in Black“ nach langer Zeit auf die Leinwand zurückkehren, wird es nostalgisch: Das ist wie ein Klassentreffen, eine selbstironische Ehrenrunde. Als die Alienjäger in den schwarzen Anzügen 1997 zum ersten Mal im Kino Außerirdische „verblitzdingsten“, traten sie an als verschmitztes Gegengewicht zum so panischen wie apokalyptischen „Independence Day“-Invasionskino, denn die meistens Aliens, auf die sie trafen, waren integriert bis bürgerlich.

Die Fortsetzung von 2002 wirkte dagegen bleiern: Nach 9/11 war der Spaß am Spiel mit fremdartigen „Schläfern“ vergangen, auch wenn das Geplänkel zwischen Agent J (Will Smith) und dem mürrischen Agent K (Tommy Lee Jones) nach wie vor amüsierte. Sind aller guten Dinge also wieder einmal drei?

Im dritten – auf 3D aufgemöbelten – Teil geht es fast nahtlos dort weiter, wo einstmals aufgehört wurde: Regisseur Barry Sonnenfeld lässt die Erde erneut Gefahr laufen, von einem bösen Über-Alien unterjocht zu werden, kombiniert aber das Bekannte mit einem Zeitreise-Plot in „Zurück in die Zukunft“-Manier. Besagtes Alien namens „Boris das Tier“ hat Jahrzehnte in einem Mondgefängnis verbracht, bis es daraus entkommen konnte und nur noch auf eines sinnt: Rache an Agent K, der ihn einst dingfest machte.

Szene Men in Black 3Boris flieht ins Jahr 1969 und tötet K, der daraufhin in der Jetztzeit nicht mehr existiert. Agent J (übrigens Smith` erster Auftritt nach vier Jahren Pause auf der Leinwand) reist daraufhin in die von Rassismus und Mondlandung geprägten Spätsechziger, wo er dem jungen Agent K (Josh Brolin aus „True Grit“ als grandioser Tommy-Lee-Jones-Imitator) kurz vor der tödlichen Tat beim Kampf gegen Boris helfen muss.

Ein in fünf Dimensionen lebendes Alien hilft. Auch wenn das ironische Duett nicht mehr so selbstverständlich locker daherkommt wie 1997, stellt sie sich schnell wieder ein, die alte „Men in Black“-Stimmung, in der das Gag-Timing der Schauspieler immer wichtiger war als die bloße Materialschlacht. Nebenbei werden verdächtige Wesen wie Andy Warhol oder Lady Gaga endlich als außerirdisch enttarnt, darf Emma Thompson als Kollegin eine höllisch witzige Grabrede in Aliensprache halten, und Comedian Jemaine Clement als böser Boris ist sowieso eine Klasse für sich. Eine insgesamt ziemlich glückliche Rückkehr also.

  

 



Ähnliche Beiträge:

Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eure Kritiken zu Men in Black 3

  1. Eliza

    Aller guten Dinge sind…. Ein schöner dritter Teil. Hat mir gut gefallen. Auch wegen der beiden herausragenden Darsteller Josh Brolin und Tommy Lee Jones. Für mich bisher einer der besten Blockbuster des Sommers, unterhaltsam, erfrischend, intelligent, darstellerisch überzeugend.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*