KRITIK

Max Payne

Max Payne Nomen est omen: Der Mann, der seinen Namen dem englischen Wort für Schmerz verdankt, leidet Höllenqualen, wenngleich er seine abgrundtiefen Verletzungen hinter einer Maske aus Härte und Verschlossenheit verbirgt.

Max Payne gibt keinen Pfifferling mehr aufs eigene Leben, seit seine Frau und sein Baby getötet wurden. Das einzige, was ihn noch aus dem Bett und auf die Straßen New Yorks treibt, ist der brennende Wunsch nach Rache. Insofern ist es durchaus eine Film-noir-Geschichte, die der Action-Routinier John Moore (verantwortlich fürs „Omen“-Remake) hier mit einem verbissen blickenden Mark Wahlberg in der Hauptrolle auf die Leinwand bringt.

Payne wird nicht ohne Sarkasmus als Kellerkind eingeführt, als Police-Detective, der im Untergeschoss des Departments in der Abteilung für ungelöste Fälle sein Sackgassendasein fristet und die ewige Wiederkehr der Bilder von der Ermordung seiner Familie zu ertragen versucht. Bloß bleibt dieser in seinem Kopfverlies gefangene Loner dann doch erheblich blasser als die gebrochenen Helden der Schwarzen Serie.

Man merkt „Max Payne“ die Herkunft als Computerspiel an, als so genannter Shooter, bei dem es um nicht viel mehr geht, als den Abschaum dieser Welt zum Teufel zu jagen. Als Rächerballade ist Moores Film geradlinig erzählt und von genregemäßer Härte. Aber der Film leidet unter dem Kontrast zwischen gnadenloser Gewalt und noch viel gnadenloserem Kitsch, wenn etwa Payne seine verstorbene Frau mal wieder als Rauschgoldengel erscheint. Mehr als solides Handwerk ist nicht drin.

Die Gothic-Ästhetik immerhin, in der Moore seinen Großstadt-Moloch inszeniert, gefällt größtenteils, es ist eine nachtfinstere Metropole, in der es fortwährend regnet oder schneit, wenn nicht gerade Federn durch Gassen wehen. Da sind dann die beflügelten Dämonen nicht fern, von denen nicht nur Max gejagt wird. Aber viel überzeugender als die Engel sind die Bösen hier auch nicht.



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INHALT

Seit unbekannte Gewalttäter seine unschuldige Frau und den Partner umgebracht haben, ist Cop Max Payne untergetaucht. Denn er gilt bei den Behörden als Hauptverdächtiger. Nun streift der Außenseiter durch die dunkelsten Ecken New Yorks, um die Hintermänner zu finden und sich selbst zu entlasten. Zur Seite steht ihm Mona, die den Mörder ihrer Schwester sucht. Bald sehen sich beide mit übernatürlichen Gegnern konfrontiert.
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Eure Kritiken zu Max Payne

  1. Konsuli

    Leider ein enttäuschender Film. Mark Wahlberg stapgz eher belanglos durch ein düsteres Set. Nur teilweise sind Szene vom guten Spiel Max Payne im Film zu erkennen. Eher nicht ein guter Film.

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