KRITIK

Maschinist, Der

Maschinist, Der Der junge Independent-Regisseur Brad Anderson erzählt hier die Geschichte eines nicht enden wollenden Albtraums, entwirft das beklemmende Psychogramm eines Mannes, der aus der Welt gefallen ist und keine Realität mehr kennt.

Der eigentlich attraktive Christian Bale, der so smart den „American Psycho“ gegeben hat, stürzt sich mit staunenswerter Method-Acting-Verve in diese Rolle. Auf Haut und Knochen abgemagert, die Augen ausgehöhlt, spielt er den schlaflosen, ausgebrannten Maschinisten, der nur scheinbar ein Verwandter des schizophrenen Jedermanns aus David Finchers „Fight Club“ ist. Bales Schmerzensmann wird sich als Traumatisierter entpuppen, als einer, dem gerechte Götter Tantalusqualen auferlegt haben.

Die rücksichtslose Selbstkasteiung dieses Schauspielers nötig Respekt ab – und steht glücklicherweise im Dienste eines lange unvergesslichen Films. Andersons „Maschinist“ ist ein furioses Vexierspiel um ungesühnte Schuld, ein suspensepraller Rätsel-Thriller, der am Ende plausibel und beklemmend gleichermaßen aufgelöst wird und eine neue Lesart als Moritat und Morality Play erhält.

Manchem Kritiker erscheint das zu banal. Verblüffend, wo doch Andersons Leistung gerade darin liegt, die vernichtende Wucht, die ungeheuerliche Dimension einer alltäglichen Tragödie zu entdecken.



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INHALT

Der Maschinist Trevor Reznik hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Seine Schlaflosigkeit hat zu einem schockierenden Verfall seiner körperlichen und geistigen Verfassung geführt, den seine Kollegen mit Argwohn, seine einzigen Bezugspersonen - die Prostituierte Stevie und die Kellnerin Marie - mit Sorge verfolgen. Dann verschuldet Trevor auch noch einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Schuldgefühle weichen jedoch bald einem wachsenden Misstrauen und schließlich einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, den es gar nicht geben soll. Sind all die Vorkommnisse Teil einer großen Verschwörung, die Trevor in den Wahnsinn treiben soll? Oder ist es nur seine Müdigkeit, die ihm langsam aber sicher den Verstand raubt? Entschlossen macht sich Trevor daran, die Lösung eines Rätsels zu finden, das sein Leben in einen schlaflosen Albtraum zu verwandeln droht. Doch je mehr er herausfindet, umso weniger will er wissen...
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Eure Kritiken zu Maschinist, Der

  1. Peter

    Ja, erstaunlichdiese Stimmung, getragen durch diese hervorragende Performance von Christian Bale. Ein wahnsinns Schauspieler, sollte man nicht verpassen,,,,,

  2. Manni

    Guter FilmGuter Film..

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