KRITIK

Mandant, Der

Filmplakat Der MandantMan nennt ihn den „Lincoln Lawyer“: Der Winkeladvokat Mick Haller erledigt seine Justizgeschäfte vorzugsweise aus dem Fond seines Lincoln-Oldtimers heraus, lässt sich vom Chauffeur von Gericht zu Gericht fahren und zwischendurch immer wieder zu jenen Kleinkriminellen von der Straße, denen er vorzugsweise mit windigen Tricks zum Freispruch verhilft – indem er gezielt und nicht ganz sauber dort herumfuhrwerkt, wo Justizia besonders blind ist.

Bis eines Tages der smarte Immobilien-Snob Roulet seine Dienste anfordert. Der Sohn aus reichem Hause (stark: Ryan Philippe) wird angeklagt, ein Callgirl brutal misshandelt zu haben, beteuert jedoch mit argloser Bubenmiene seine Unschuld. Mick Haller wittert den Fall seines Lebens – und taumelt bald in eine ethische Krise, spätestens, als er auf Querverbindungen zu einem längst ad Acta gelegten Mordfall stößt.

Acht Jahre nach der letzten John-Grisham-Verfilmung („Das Urteil“) hat sich Hollywood mit Michael Connelly den nächsten Justizbestseller-Autor vorgeknöpft, und was Regisseur Brad Furman damit macht, ist altmodisches Anwaltskino der angenehm soliden Art. Schwerpunkt sind keine Effekte, sondern Typen. „Womanizer“ Matthew McConaughey, seit „Die Jury“ erprobt im Grisham-Fach, legt seinen Haller überzeugend halbseiden an, in Nebenrollen glänzen Spitzenleute wie William H. Macy als Privatdetektiv und „Breaking Bad“-Star Bryan Cranston als Cop.

„Der Mandant“ bietet gewiss nichts sonderlich Neues. Das Alte aber liefert er souverän und spannend. Sehenswert.



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INHALT

Mickey Haller ist Anwalt in Los Angeles, der seine Geschäfte vom Rücksitz seines Lincolns organisiert. Den Großteil seiner Karriere hat Haller damit verbracht, Kleinkriminelle zu verteidigen. Doch eines Tages stößt er auf den Fall seines Lebens: Die Verteidigung von Louis Roulet, einem wohlhabenden Playboy aus Beverly Hills, der beschuldigt wird, eine Frau ermordet zu haben. Der Fall wird für Haller zu einem tödlichen Spiel um Leben und Tod, der ihn in ein ungeahntes Netz aus Lügen und Verschwörungen verstrickt.
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