KRITIK

Mädchen das die Seiten umblättert, Das

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INHALT

Es sollte ihr großer Tag werden. In vielen Stunden am Klavier hat die zehnjährige Mélanie hart auf die Aufnahmeprüfung am Musikkonservatorium hingearbeitet. Doch dann platzt beim Vorspielen ein Fan der Jurypräsidentin Ariane Fouchécourt in den Saal, um sich von der gefeierten Pianistin ein Autogramm geben zu lassen. Die kleine Mélanie lässt sich ablenken, kommt aus dem Takt und verpatzt den Rest ihres Vortrags. Der Traum von einer Musikkarriere geht jäh zu Ende.

Zeitsprung. Zehn Jahre später. Mélanie absolviert mittlerweile ein Praktikum in einer renommierten Anwaltskanzlei. Als ihr Chef für seinen Sohn aushilfsweise ein Kindermädchen sucht, bietet sie ihre Hilfe an. Bald darauf tritt sie den Dienst auf dem herrschaftlichen Landsitz an. Dort begegnet sie auch der Ehefrau ihres Bosses; keiner anderen als Madame Fouchécourt. Die Konzertpianistin erkennt das kleine Mädchen von einst in der bildschönen jungen Frau nicht wieder, aber Mélanies Lippen umspielt ein geheimnisvolles Lächeln. Wenig später beobachtet die Aushilfsgouvernante die große Künstlerin beim Üben am Klavier. Schweigend schaut sie ihr zu. Ihr Blick wirkt bewundernd, sehnsuchtsvoll, beinahe gierig. Dann tritt sie ruhig und entschlossen neben das Klavier und blättert im genau richtigen Moment für Madame die Notenblätter um. Es dauert nicht lange und die Hausherrin engagiert das Kindermädchen als ihre persönliche Notenwenderin, die sie unterstützen soll bei den wichtigen, für ihre weitere Karriere richtungsweisenden Auftritten, die ihr bevorstehen. Eine verhängnisvolle Entscheidung, wie sich zeigen wird.
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