KRITIK

Madagascar 2

Madagascar 2 Es ist ja nicht so, dass es in den letzten Jahren an digital animiertem Getier auf den Leinwänden gemangelt hätte. Mal ging es „Ab durch die Hecke“, mal auf den „Tierisch verrückten Bauernhof“: ein paar schräge Viecher mit großen Augen fürs Kindchenschema, fertig.

Der größte Hit dieser Sorte Animationsfilm (wenn auch sicher nicht der beste Vertreter) war vor drei Jahren „Madagascar“ aus dem Hause DreamWorks, obgleich die Mär von domestizierten Zoo-Tieren, die sich in der Wildnis wiederfinden, zeitgleich auch im Disney-Konkurrenzprodukt „Tierisch Wild“ in die Kinos gebracht wurde.

Weil die derben Pinguine (bei uns von den Fantastischen Vier gesprochen), der durchgedrehte Lemurenkönig Julien (bei uns leider nicht von „Borat“ Sacha Baron Cohen gesprochen) und die anderen Mehrbeiner trotz schwacher Story so gut ankamen, wurde „Madagascar“ prompt zur Trilogie hochgejazzt, deren Mittelstück uns jetzt zunächst erreicht

Die Überraschung ist groß: Die Fortsetzung toppt das Original, der Witz ist flotter, die Dialoge hintergründiger und mit amüsanten Nebenfiguren wie prügelnden Omas, tumben Touristen oder schwulen Schimpansen auch für erwachsene Kindbegleiter ein schräges Vergnügen.

Die Story, diesmal nur am Rande madagassisch, interessiert auch diesmal nur am Rande: Die Zootiere verschlägt es, nach einem drolligen Flugzeugabsturz, aufs afrikanische Festland. Dort muss insbesondere Löwe Alex einen arg klischeehaften Bewährungskonflikt im Rahmen einer Familienzusammenführung bestehen: An derlei Storystandards offenbart sich schnell, dass das Animationsfilm-Genre mit Filmen wie „Wall-E“ mittlerweile eigentlich Originelleres zu bieten hat. Trotzdem gute Unterhaltung.



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INHALT

Madagaskar ist schick, aber irgendwann packt die vier New Yorker Zoobewohner doch das Heimweh. Löwe Alex, Zebra Marty, Giraffe Melman und Nilpferd Gloria treibt die Sehnsucht ins vertraute Gehege in Big Apple. Dafür reparieren sie ein altes Flugzeugwrack, in das leider auch King Julien und sein Privatsekretär Maurice einsteigen. Doch es kommt zur Bruchlandung - mitten über der afrikanischen Steppe.
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Eure Kritiken zu Madagascar 2

  1. Dreamer

    Wow, was für ein geiler Film. Besser als der erste Teil. Die Stimmen sind super. Es gibt so viel zu lachen. Reingehen!

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