KRITIK

Lucky Break

Lucky Break Peter Cattaneo hat mit „Ganz oder gar nicht“ (The Full Monty) vor vier Jahren eine wunderbare Komödie über arbeitslose Stahlarbeiter, die mit einem Men-Strip viel besser verdienten, auf die Leinwand gebracht. Auch in dieser Komödie stehen die Marginalisierten wieder auf einer Bühne, weniger um die Hosen runter zu lassen als vielmehr um die Leiter raufzusteigen. Diesmal fehlt also ein Teil des Überraschungseffektes, ohne dass jedoch der gute englische Humor dabei ebenfalls baden gegangen ist.
Nette Witze und vor allem entspannte (Ska-)Musik helfen, um über den rasch sichtbar werdenden Plot hinwegzusehen. Die Schauspieler können sich doppelt austoben, in ihren Rollen als Gefangene und als Laienschauspieler, was ihnen sichtbar Spaß gemacht hat. Der jeweilige persönliche Hintergrund der handelnden Personen wird nur sehr selektiv und skizzenhaft verdeutlicht, so dass die Motivation, die auch bei Komödien sichtbar werden könnte, manchmal im Dunkeln bleibt. Ein ordentlicher Film, nicht mehr und nicht weniger. Rainer Bach



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INHALT

Jimmy Hands gehört sicherlich zu den eher erfolglosen Verbrechern in Großbritannien. Nicht nur Überfälle auf Sandwichverkäufer, sondern vor allem auch der große Banküberfall mit seinem Kumpel Roger geht schief. Diesmal landen beide sogar in einem extraurbanen Gefängnis, deren scheinbar größte Attraktivität vorbeilaufende Kühe und Schafe sind, wäre da nicht auch die rührselige, alleinstehende Psychologin Annabel Sweep. Denn abgesehen vom Anti-Aggressionstraining der einzigen echten Frau im Knast, gibt es kaum Abwechslung im Strafvollzug. Da ist der sadistische Oberaufseher Mr. Perry, aber auch der ein oder andere Schwarzbrenner oder Tomatenzüchter unter den Gefangenen. Lange, so stellt Jimmy schnell fest, will er nicht hinter Gittern bleiben. Doch bisher sind alle Fluchtversuche gescheitert.
Eines Tages kommt ihm jedoch der Zufall zu Hilfe: Bei einem unfreiwilligen Besuch beim Gefängnisdirektor Mr. Mortimer sieht er dessen Musical-Manuskript und dessen Wunsch, eben jenes auf die Bühne zu bringen. Einzig möglicher Proberaum ist eine ehemalige Kapelle, die nur eine Mauer weit von der Freiheit weg ist. Da zudem die nette Psychologin auch einen Bekannten hat, der als Theaterregisseur engagiert werden kann, stehen den öffentlichen und den heimlichen Projekten nichts mehr im Wege. Nur das allmähliche Bekannt werden des Ausbruchsplans (nicht nur) unter den Gefangenen und das Aufkeimen zunehmender Zuneigung von Annabel und Jimmy können den Traum von der Freiheit infragestellen...
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Eure Kritiken zu Lucky Break

  1. SNEAKER

    Endlich mal wieder einerichtig nette Komödie von der Insel. Nicht großartiges, aber alle Darsteller gehen einem zu Herzen und man hat richtig viel Spaß.. sowohl im als auch nach dem Kino.

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