KRITIK

Lucas der Ameisenschreck

Lucas der Ameisenschreck Nach oben buckeln, nach unten treten: Vorstadtknabe Lucas ist schmächtig und bebrillt, kassiert deshalb regelmäßig Abreibungen vom bulligen Siedlungsrowdy und kanalisiert die Demütigungen durch Weitergabe. Sadistisch und regelmäßig setzt er den Ameisenhaufen vorm Haus unter Wasser.

Eines Tages setzen sich die gebeutelten Ameisen zur Wehr. Sie reduzieren das Kind per Zaubersaft auf Insektengröße und verdonnern es dazu, eine Zeit lang als Ameise zu leben, um die Gegenperspektive kennen zu lernen. Bis Lucas geläutert wieder auf Menschenmaß zurückgestutzt wird, lernt er raupenverdauten Honigtau ebenso zu schätzen wie die fliehtechnischen Fähigkeiten seiner „Gastgeber“: Nur so kann er Wespenattacken überstehen und aus Krötenmägen entkommen.

Computeranimiertes Insektengewimmel hat schon in den Genre-Klassikern „Antz“ und „Das große Krabbeln“ für viel Furore gesorgt, und auch diese niedlich-sympathische Kinderbuchverfilmung durch den „Jimmy Neutron“-Regisseur John A. Davis hat durchaus ihre Qualitäten.

Kitsch und Belehrung halten sich in engen Grenzen, auf synchronisiertes Geblödel wird verzichtet, dafür aber mit einigen schön boshaften Gags am Rande geprotzt. Und wie Lucas mit seinen Ameisen am Ende gegen den Kammerjäger vorgeht (den im Original Paul Giamatti spricht), das liegt deutlich über dem Standard aller aktuell sonst so wimmelnden Bauernhof-Animationen.



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INHALT

Der zehnjährige Lucas Nickle ist als neuer Junge im Viertel Ziel zahlreicher Hänseleien der Schulrowdys. Seinen Frust darüber lässt er an den Ameisen vor dem Haus ab, indem er beispielsweise einen Hügel unter Wasser setzt. Doch die Ameisen schlagen zurück: Mit Hilfe eines Geheimgifts schrumpfen sie den Jungen auf ihre Größe und verdonnern ihn zu harter Abend in der Ameisenkolonie. Dabei lernt Lucas einige wichtige Lektionen fürs Leben.
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