KRITIK

Love Guru, Der

Love Guru, Der Skepsis ist angebracht: Mike Myers nämlich, früher Heavy-Metal-Parodist mit „Wayne`s World“ und dann als Retro-Sixties-Agent „Austin Powers“ unterwegs, gilt als ausgelaufenes Modell der 90er Jahre. Tatsächlich fliegen drei Viertel der Scherze seines Comeback-Versuchs mit „Der Love Guru“ scheppernd in die Tonne: So viel enthemmter Slapstick auf Kindergartenniveau und Fäkalwitz-Autopilot dürfte selbst Pubertierenden nicht mehr einheizen.

Auch die Geschichte eines Liebes-Gurus, der als Kind in einem indischen Ashram aufwächst und dann in den USA als Blender nach Ruhm strebt, ist nicht ansatzweise so dicht gestrickt wie Myers ` falsche Mähne: Um endlich in die Talkshow von Oprah Winfrey eingeladen zu werden und den (echten) Star-Inder Deepak Chopra an Ruhm und Ehre zu überholen, soll er einen Eishockey-Star zwecks Leistungssteigerung wieder mit seiner untreuen Gattin zusammenführen.

Deren Lover spielt Justin Timberlake mit Minipli und Schnauz, und da beginnen die Reize dieser Klamotte: Quer durch die Popkultur jagt Myers seinen Guru und ringt dieser Tour de Débilité damit ein paar frappierende Gags ab.

Cameo-Auftritte verschiedener Berühmtheiten erquicken den Zuschauer, selbst Ben Kingsley darf sein Gandhi-Image als Oberguru mit Pinkel-Pädagogik torpedieren. Und die Bollywood-Einlage mit einer Tabla-Version von „The Joker“ ist eine finale Wucht. Wäre der ganze Film so, man müsste ihn lieben.



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INHALT

Guru Pitka ist mit unendlicher Weisheit gesegnet, im internationalen Erleuchtungs-Geschäft aber nur die Nummer Zwei. Gerade recht kommt da der Auftrag von Jane, der Besitzerin eines Eishockey-Teams. Wenn das Team noch den Pokal gewinnen will, braucht es den 100-prozentigen Einsatz ihres besten Spielers Darren. Doch der kriegt keinen Schlittschuh mehr vor den anderen, seit seine Frau mit Jacques „Le Coq“ Grande durchgebrannt ist. Jetzt kann Guru Pitka beweisen, wie viel er wirklich von Wahrheit, Freude und Liebe versteht. Oder auch nicht.
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Eure Kritiken zu Love Guru, Der

  1. Marvelfan

    Der Film ist nix. Mike Myers zelebriert einmal mehr ein anderes Alter Ego und wirkt damit leider nur noch albern. Scahde.

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