KRITIK

letzte Trapper, Der

letzte Trapper, Der
Das hätte leicht in die Hose gehen können: Eine „Dokumentation“ über einen der letzten Trapper zwischen Jagen, Fallenstellen und Holzhüttenbau mit einer von Huskies, Elchen und Bibern bevölkerten Landschaft. Und ein Kommentar, der uns
nun ausgerechnet einen Pelztierjäger als Hüter und Retter der Natur preist.

Aber Nicolas Vanier lässt das alles nicht nur wie richtig großes Kino aussehen – Norman Winther, der Trapper, und der Off-Kommentar (im Deutschen gesprochen von Thomas Fritsch) schaffen eindeutig Sympathien. Weil „Der letzte Trapper“ so wunderschön in Szene gesetzt und brillant fotografiert ist, vergisst man manchmal, dass alle Filmfiguren echte Menschen sind, die mit dem, was wir da sehen, ihren Lebensunterhalt verdienen. An der Kamera stand immerhin Thierry Machado, der uns schon die traumhaften „Nomaden der Lüfte“ schenkte. Ähnlich zum Dahinschmelzen sind die Bilder in „Der letzte Trapper“.

Unterstützt wird das Ganze von einem schönen Soundtrack. Krishna Levy hat ihn geschrieben. Der war schon für den Score-Anteil beim französischen Sanges-Krimi „8 Frauen“ verantwortlich. Und wie dort setzt er Sinfoniker ein, um klassische, sehr schöne und fließende Filmmelodien über die Bilder zu setzen. Zweimal darf auch Leonard Cohen mit gewohnt tiefer Stimme „By the rivers dark“ singen. Das klingt schön melancholisch und passt zur Grundstimmung des Films.
Fazit: Ein wunderbarer, fast meditativer, Winterfilm.



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INHALT

Norman Winther ist einer der letzten Trapper im kanadischen Yukon. Sein Tagesablauf besteht aus Fallenstellen, Fischen, Jagen von Madern, Bibern oder Elchen, deren Pelze er beim Händler in der nächsten Kleinstadt verkauft. Als immer mehr Wald in seiner Umgebung abgeholzt wird und die Tiere weiter ziehen, muss auch er mit seiner Frau Nebraska sein Lager anderswo errichten.
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