KRITIK

letzte Kuss, Der

letzte Kuss, Der Es ist schon paradox: Die Jugend dauert heute bis ins hohe Alter, aber die Midlife-Krise kommt immer früher. Auch Michael (Zach Braff, „Garden State“), der Held dieser allerweltsgültigen amerikanischen Beziehungskomödie, steht erst kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag, hat jedoch bereits mit forcierter Torschlusspanik zu kämpfen. Zwar liebt er seine Freundin Jenna (Jacinda Barrett), die noch dazu im dritten Monat von ihm schwanger ist, doch die vermeintliche Endgültigkeit von Heirat und Nestbau erschrecken ihn so sehr, dass er sich bei einer flirtlustigen attraktiven Studentin zu versichern sucht, dass seine Tage noch nicht gezählt sind. Ein Seitensprung, der, wie im Leben üblich, Konsequenzen hat.

Regisseur Tony Goldwyn, der diesen Film als Remake des italienischen Originals „L‘ultimo Bacio“ inszeniert hat, entwirft nicht eben ein rosiges Bild der modernen Beziehungs-Bemühungen: Auch in Michael und Jennas Freundes- und Verwandtenkreis scheitern die Lebensentwürfe zuhauf. Goldwyns Film ist dabei in jenen Szenen hervorragend, die vom anstrengenden Liebes-Alltag erzählen, in dem pathetische Kino-Formeln nichts nützen und der pubertäre Fluchtimpuls in die Sackgasse führt. Wo „Liebe“ oft ein genauso leeres Wort bleibt wie „Zuhause“, wenn es nur auf der Fußmatte prangt. Schade nur, dass er manchmal dem eigenen Ernst nicht vertraut und schließlich ins Rittermärchen flieht.



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INHALT

Im Gegensatz zu seinen besten Freunden hat der 29-jährige Michael zwar die ruhigeren Gewässer des Lebens bereits erreicht, doch als seine Freundin überraschend schwanger wird und sich die perfekte Beziehung in Familie mit Haus und Garten zu verwandeln scheint, gerät er in eine vorzeitige Midlife-Crisis. Da begegnet ihm die junge, lebensfrohe Kim. Nach einem Kuss mit ihr stellt sich Michael die Frage, ob er seine Zukunft als Familienvater aufs Spiel setzen soll.
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