KRITIK

Legende von Aang, Die

Legende von Aang, Die Wäre der Indo-Amerikaner M. Night Shyamalan nicht mit allen Gelassenheits-Wassern östlicher Weisheiten gewaschen, man müsste sich Sorgen um seine Widerstandskraft machen: Seit einiger Zeit gilt der ehemalige Erfolgsregisseur („The Sixth Sense“) in den USA als meist gehasster Filmemacher.

Warum? Erst missfiel dort die betont naive Spiritualität seiner Werke (zuletzt „The Happening“) und unlängst kam noch der Zorn bitter enttäuschter Fantasy-, Manga- und 3-D-Fans hinzu. Grund dafür ist sein neues Werk „Die Legende von Aang“. Ihm zugrunde liegt die in ihrer Anlage schon kuriose US-Anime-Serie „The Last Airbender“ vom Kindersender Nickelodeon, die erfolgreich ostasiatische Motive mit Tolkien-Fantasystandards verquirlt – im patentierten japanischen Trickfilm-Stil.

Der „mieseste Film des Jahrzehnts“ sei Shyamalans Realverfilmung jetzt geworden, schimpften viele Kritiker jenseits des Atlantiks – was natürlich maßlos übertrieben ist. Angesichts des generell katastrophalen Angebots, mit dem Hollywood in diesem Sommer die Leinwände bebildert, fällt „Die Legende von Aang“ auch nicht mehr nach unten raus. Höchstens in jener Hinsicht, dass die nachträglich ganz fürchterlich auf 3-D hochgejazzte Optik keinen einzigen Cent Aufpreis, eher schon ästhetischen Schadensersatz seitens des Verleihers rechtfertigt.

Aber auch sonst: Es lohnt sich nicht. Die konfus erzählte Mär vom letzten „Avatar“, einem Knaben namens Aang, der nach hundertjährigem Kälteschlaf im ewigen Eis die Welt retten muss, rafft hektisch die erste Serienstaffel, mixt fernöstliche Martial Arts mit familienfreundlichem US-Kinderabenteuer und kriegt – ungewöhnlich für Shyamalan – bis zum finalen Cliffhanger kaum einen Spannungsmoment hin. Die entworfene Welt aus vier verfeindeten Element-Reichen, die vom Feuer-Lord (Cliff Curtis) geknechtet wird und kindlicher Erlösung bedarf, entfaltet zwischen kruden Kämpfen und pathetischen Dialogen weder Charme noch Humor.

Einzig der in Loyalitäten zerrissene Sohn des Bösewichts („Slumdog Millionär“-Star Dev Patel) enwickelte ansatzweise Tiefe. Nach dem Totalflop in den USA bleibt nun abzuwarten, ob die geplanten zwei Folgeteile tatsächlich realisiert werden.



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INHALT

Luft, Wasser, Erde und Feuer: Vier Elemente und zugleich vier stolze Nationen, die seit jeher von ihrem Meister, dem "Avatar", im Gleichgewicht gehalten werden - zumindest in längst vergangenen Zeiten. Mittlerweile ist ein Jahrhundert vergangen und die Schreckensherrschaft der Feuernation hat durch einen rücksichtslosen, brutalen Krieg gegen die anderen drei Nationen ein Zeitalter voller Zerstörung und Hoffnungslosigkeit eingeläutet. Befreit aus seinem Gefängnis im ewigen Eis, erkennt der junge Aang seine Bedeutsamkeit als der nächste "Avatar" und dass nur er die Macht besitzen wird, alle vier Elemente zu beeinflussen und die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Aang, der das Element Luft beherrscht, schließt sich der Wasserbändigerin Katara und ihrem Bruder Sokka an und begibt sich gemeinsam mit ihnen auf eine abenteuerliche Reise voller Gefahren und schwieriger Prüfungen, um den Einklang der Nationen und den Frieden der gesamten Welt wiederherzustellen.
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Eure Kritiken zu Legende von Aang, Die

  1. Tom

    Nicht so schlecht wie befürchtet, aber auch nicht so gut wie man es von shyamalan erwarten könnte. das bild ist mies, weil künstlich auf 3d getrimmt und viel zu dunkel, die schauspieler sind fast alle blass.

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