KRITIK

Leben das ich immer wollte, Das

Leben das ich immer wollte, Das Wer „Die Geliebte des französischen Leutnants“ kennt, die Film-im-Film-Romanze mit Jeremy Irons und Meryl Streep, der wird sich in dieser doppelbödigen italienischen Liebesgeschichte sofort zurechtfinden: Wie in Karel Reisz` Klassiker von 1981 geht es hier um zwei Schauspieler, die sowohl vor als auch hinter der Kamera füreinander entflammen, und hier wie dort wird im Film ein Kostümschinken inszeniert.

Das Thema ist klar: Spiegelt das Leben die Kunst oder umgekehrt? Oder bricht sich das eine im anderen? Für solcherlei philosophischen Erkenntnisdrang empfiehlt sich ein eingespieltes Team – und das fand sich hier. Für Regisseur Giuseppe Piccioni haben sich die Hauptdarsteller Luigi Lo Cascio und Sandra Ceccarelli schon in dessen letztem Film („Licht meiner Augen“) ineinander verliebt.

Hier ist Lo Cascio der arrogante Star Stefano und Ceccarelli eine unerfahrene Aktrice, der alle Welt nachsagt, sie habe sich die Rolle erschlafen. Alles wäre gut, hätte Stefano seine Eifersucht im Griff, beruflich wie privat. So aber reibt sich der Liebesalltag reizvoll am Perücken-Schwulst des Historienfilms: Zwei Ebenen, die Piccioni geschickt in- und auseinanderschiebt. Wie nah sich Lo Cascio und Ceccarelli selbst beim Dreh des Films (und auch des Films im Film) gekommen sind, bleibt dabei natürlich ungeklärt.



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INHALT

Laura und Stefano, die Hauptdarsteller in einer "Kameliendame“-Adaption, verlieben sich während der Dreharbeiten ineinander, doch ihre Beziehung nimmt, auf der Leinwand wie im richtigen Leben, einen unerfreulichen Verlauf.
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