KRITIK

KleinstattHelden

Plakat zum Film KleinstattheldenEine Tragikomödie aus der Provinz. Aus Lüdinghausen. Das soll nicht despektierlich klingen. Eher positiv überrascht. „Wir sind nicht die Coolsten. Wir sind halt so.“, heißt es denn auch gleich in der Inhaltsangabe auf der Homepage zum Film. Understatement, die der Film gar nicht nötig hat. Denn Komödien aus der Provinz haben durchaus ihren Charme, wie der Filmfan spätestens seit Detlef Bucks „Wir können auch anders“ weiß. Und davon ist auch „Kleinstatthelden“ gar nicht so weit entfernt.

Janosch (Jonas Baeck) ist ein erfolgloser Musiker Anfang 20, der sich in einer Lebens- und Schaffenskrise befindet. Das Studium hat er abgebrochen und er muss sich eingestehen, dass sein lang erhoffter Erfolg in der Musik ausbleibt. Eher widerwillig und ziellos kehrt Janosch an einem Wochenende in seine alte Heimatstadt Lüdenscheid zurück. Dort muss er sich mit seinen Eltern rumärgern und auch das Wiedersehen mit seinen Freunden verläuft anders als erwartet: Die alten Zeiten sind vorbei und ihr erzwungenes Aufleben scheint nicht zu gelingen. Und dann ist da auch noch die quirlige Lina, die Jonas durch ihre naive und unbeschwerte Art erstmal gehörig auf die Nerven geht.

„Kleinstatthelden“ ist eine Momentaufnahme von Verlierern. Doch ihnen gehören ganz klar die Sympathien des Regie-Duos Marc Schaumburg und Felix Kersting, die auch das Drehbuch zum Film schrieben. Schade ist nur, dass sich die Figuren nicht weiter entwickeln dürfen. Ihnen fehlt die berühmte Entwicklung, ein Must-See in einer Komödie. So bewegt sich der Film etwas auf der Stelle. Den Frauenfiguren gestehen die Filmemacher etwas mehr Charme zu und überzeichnen sie weniger als die Männerfiguren. Das verstärkt den Eindruck, dass sich der Film nicht so recht zwischen provinzieller Comedy-Farce und subtiler Tragikomödie entscheiden kann – ein etwas unsicheres Debüt, das durchaus seine starken Momente hat.

 



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INHALT

Janosch ist ein erfolgloser Musiker Anfang 20, der sich in einer Lebens- und Schaffenskrise befindet. Das Studium hat er abgebrochen, und er muss sich eingestehen, dass sein lang erhoffter Erfolg in der Musik ausbleibt. Eher widerwillig und ziellos kehrt Janosch an einem Wochenende in seine alte Heimatstadt Lüdenscheid zurück. Dort muss er sich mit seinen Eltern rumärgern, und auch das Wiedersehen mit seinen Freunden verläuft anders als erwartet: Die alten Zeiten sind vorbei, und ihr erzwungenes Aufleben scheint nicht zu gelingen. Und dann ist da auch noch die quirlige Lina, die Janosch durch ihre naive und unbeschwerte Art erstmal gehörig auf die Nerven geht.
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Eure Kritiken zu KleinstattHelden

  1. DasFIlmFan

    Ich mochte den Film…
    komme aus Lüdenscheid und muss sagen, dass er mir sehr gut gefallen hat…
    naja Lokalpatriotismus war sicherlich auch dabei, aber…
    Anschauen!!!

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