KRITIK

kleine Nick, Der

kleine Nick, Der Schon die zweite franco-belgische Comicverfilmung in diesem Jahr, die im Kino hundertprozentig überzeugen kann. Nach „Vertraute Fremde“ von Sam Gabarski, der auf einem japanischen Comic basiert, jetzt also „Der kleine Nick“ von Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Laurent Tirard.

Angeblich kennt die Comics jeder. Zumindest in Frankreich. Ich kenne sie nicht. Dennoch gelingt es Tirard, auch den weniger frankophilen Kinobesucher gleich in Nicks Welt der frühen französischen 60-er Jahre hinein zu ziehen. Dies gelingt ihm mit einem Kniff: Er drehte den Film ein einer küsntlichen Phantasiewelt, die den nostalgischen Charme der Jacques Tati-Filme atmet, eine künstliche Welt, liebevoll und bunt ausgestattet, sauber und überschaubar. Ein Extralob an die Set-Designer um Francoise Dupertuis.

Ausnahmslos gute Darsteller und die Musik von Klaus Badelt führen dazu, dass Tirards´ Realverfilmung eine so hübsche, leichte, beschwingte und familientaugliche Retro-Komödie geworden ist. Chapeau! Lobende Extra-Erwähnung verdienen zudem der schöne Vorspann und der Cameo-Auftritt von `Monsieur Mathieu` Gerard Jugnot.

Mit einem Budget von `nur´ 22 Mio. Euro ist „Der kleine Nick“ einer der erfolgreichsten Filme 2009 in Frankreich gewesen und bietet auch in der deutschen Synchron-Fassung beste Familienunterhaltung. Die Kinder hatten im Kino genau so viel Spaß wie die Großen, was sicherlich der treffsicheren Situationskomik, dem präzisen Timing und vor allem den natürlich spielenden Kindern geschuldet ist. Nicht nur die Ravioli-Episode wird dem ein oder anderen sehr lange in Erinnerung bleiben. Ein schöner Kontrapunkt zur technisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Der kleine Nick führt ein friedliches Leben: Er hat Eltern, die ihn lieben, eine Clique von fabelhaften Freunden - und er hat überhaupt kein Bedürfnis, daran irgendetwas zu ändern. Doch eines Tages belauscht Nick ein Gespräch seiner Eltern und denkt fortan, seine Mutter sei schwanger. Er gerät in Panik und fürchtet das Schlimmste: ein kleiner Bruder! Nicks Eltern werden keine Zeit mehr für ihn haben. Vielleicht werden sie ihn sogar aussetzen, im Wald, wie den Däumling im Märchen. Um diesem unglücklichen Schicksal zu entgehen, entwirft der kleine Nick eine Strategie, um sich für seine Eltern unentbehrlich zu machen. Doch obwohl er sich alle Mühe gibt, tritt er in ein Fettnäpfchen nach dem anderen und beschwört mit der Zeit immer mehr Ärger herauf …
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*